Lokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet 

Europawahl: In Stadt und Landkreis Kassel gibt es viele Briefwähler 

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Ein Wochenende im Zeichen Europas: Die blaue Europaflagge mit den zwölf goldenen Sternen steht seit 1955 für die Einheit Europas, für Solidarität und Harmonie.

Das Interesse an der Europawahl ist in Stadt und Landkreis Kassel offenbar groß: Per Briefwahl haben schon jetzt 22.000 Kasseler ihr Kreuz gemacht - und damit deutlich mehr Personen als 2014. 

Wohin soll die Reise der Europäischen Union (EU) gehen? Eine Antwort darauf wird die Europawahl geben, zu der für Sonntag aufgerufen wird. Offenbar ist das Interesse an der Wahl auch in Stadt und Landkreis Kassel groß. Schon jetzt haben rund 22.000 Kasseler ihr Kreuzchen per Briefwahl gemacht. Das sind deutlich mehr als die rund 13.000 Briefwähler bei der Europawahl 2014.

Auch in Baunatal und Vellmar ist die Briefwahlbeteiligung gestiegen. In Baunatal haben bereits 3600 Wähler ihre Stimme abgegeben. Vor fünf Jahren waren es 2148. In Vellmar nutzten 2278 Stimmberechtigte die Briefwahl. Zum Vergleich: 2014 waren es nur 1817. 

Auf dem fast einen Meter langen Stimmzettel, der in ganz Hessen identisch ist, finden sich 40 Wahlvorschläge. Da die meisten Parteien ihre ersten zehn gelisteten bundesweiten Kandidaten benennen, tauchen auf dem Stimmzettel nur zwei Bewerber aus Stadt und Kreis auf: der Vellmarer Michael Stöter (CDU) und der Kasseler Jörg-Peter Bayer (Neue Liberale/Die Sozialliberalen). Viele andere Kandidaten sind unbekannt. Selbst die langjährige SPD-Europaabgeordnete Martina Werner aus Niestetal, Platz 2 auf der Landesliste, ist nicht vertreten.

Damit Werner wieder in das EU-Parlament einziehen kann, müsste die SPD rund 18 Prozent erreichen. Aller Voraussicht nach wird es für die 57-Jährige also ein spannender Wahlabend, sehen jüngste Prognosen die SPD doch eher bei 17 Prozent.

Bis 18 Uhr kann gewählt werden 

Die Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Da bei der Europawahl nur ein Kreuz zu machen ist und in Stadt und Altkreis Kassel keine anderen Wahlen stattfinden, müssten die Stimmen in den Kommunen relativ schnell ausgezählt sein. Weil am Sonntag aber erst der Abschluss der Wahlen in anderen EU-Mitgliedsländern (etwa Italien) abgewartet werden muss, werden die deutschen vorläufigen amtlichen Endergebnisse auf Bundes- und Landesebene erst nach 23 Uhr verkündet. Dieser Sonntag droht also für Wähler und Kandidaten zu einer Zitterpartie zu werden.

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