Neue Internet-Plattform

Evangelische Bank bringt Spender und soziale Projekte zusammen

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Unerwarteter Fund passend zum Lutherjahr (von links): Gemeindemitglied Oliver Doerr und die beiden Gemeindepfarrer Matthias Meißner und Carsten Köstner-Norbisrath präsentieren die Motive der historischen Lutherfenster. Foto: Koch

Kassel. Auf der neuen Internet-Plattform www.zusammen-gutes-tun.de der Evangelischen Bank in Kassel finden Initiatoren gemmeinnütziger Projekte und Spender zusammen.

Gute Nachrichten für Vereine, Verbände Initiativen und Institutionen, die Spendengeld für soziale, karitative und kulturelle Projekte einwerben wollen: Die Evangelische Bank (EB) in Kassel hat die kostenlose Online-Plattform

www.zusammen-gutes-tun.deeingerichtet, auf der Initiatoren ihre Projekte vorstellen und um Spenden bitten. Nach eingehender Prüfung durch Mitarbeiter der EB werden seriöse und förderfähige Projekte, deren Urheber nachweislich gemeinnützige Ziele verfolgen und steuerbefreit sind, freigeschaltet. Potenzielle Spender können sich dann über die Initiativen informieren und sich mit einer Online-Überweisung in gewünschter Höhe an deren Finanzierung beteiligen. Ziel der Plattform ist es, gemeinnützige Projekte und Spender unkompliziert zusammenzubringen und somit dafür sorgen, dass auf normalem Wege nicht finanzierbare Pläne doch noch realisiert werden können.

Inzwischen werben 17 Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet für ihre Projekte und haben insgesamt bereits fast 18 000 Euro eingeworben – darunter eine Ausstellung von unlängst aufgetauchten Motiven der Lutherfenster der Kasseler Friedenskirche, die 1918/19 eingebaut worden waren und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. 1000 Euro braucht die Gemeinde für die Finanzierung der Ausstellung, knapp 300 sind bereits gespendet worden.

Dagegen ist das Projekt des Fördervereins der Kindertagesstätte Pusteblume in Bischhausen (Werra-Meißner-Kreis) bereits ausfinanziert. Dort wurde Geld für ein neues Spielgerät gesammelt, das sonst nicht beschafft werden könnte. Maximal Zehn Wochen lang dauert die so genannte Finanzierungsphase der Projekte. Kommt die benötigte Summe in diesem Zeitraum nicht zusammen, scheitert das Projekt und die Spender bekommen ihr Geld zurück – eigentlich unbefriedigend. EB-Sprecher Albrecht Weisker erklärte, dass man zunächst mehr Erfahrungen mit der neuen Plattform sammeln müsse und schloss eine Änderung dieser Methodik nicht aus.

Bewerben können sich sowohl konfessionelle als auch nicht konfessionelle Initiativen. Voraussetzung ist aber immer, dass sie gemeinnützig sind. Diese Form der Finanzierung nennt man crowd funding (Schwarmfinanzierung), eine Internet-basierte Form zum Einsammeln von Geld zur Finanzierung eines bestimmten Projekts.

Zur Etablierung der Plattform finanziert die EB die Projekte anfänglich mit. Für jeden Teilnehmer, der mindestens fünf Euro spendet, gibt es einmalig zehn Euro von der EB. Dafür hat die Bank 10 000 Euro zur Verfügung gestellt, von denen gut die Hälfte bereits abgerufen ist.

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