Institut wieder an der Fünffensterstraße - Landkreis zieht in zwischenzeitlichen Bankstandort an die Kohlenstraße

Evangelische Bank hat umgebauten Hauptsitz in Kassel bezogen

Das Herzstück der Evangelischen Bank: Das Foyer verbindet den 50er-Jahre-Turm mit dem ursprünglichen Gebäude der Bank. Im Raum schwebt eine Installation des spanischen Künstlers Daniel Canogar.
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Das Herzstück der Evangelischen Bank: Das Foyer verbindet den 50er-Jahre-Turm mit dem ursprünglichen Gebäude der Bank. Im Raum schwebt eine Installation des spanischen Künstlers Daniel Canogar.

Die Evangelische Bank hat ihre umgebaute Zentrale an der Fünffensterstraße wieder bezogen. 240 Mitarbeiter sind in den vergangenen Wochen aus dem provisorischen Standort an der Kohlenstraße in das neue alte Domizil umgezogen.

Kassel - Der Kasseler Architekt Alexander Reichel hat aus dem alten 80er-Jahre-Gebäude der Bank und dem benachbarten 50er-Jahre-Turm am Ständeplatz, in dem lange Zeit das Arbeitsgericht untergebracht war, ein interessantes Ensemble geschaffen.

Herzstück der neuen Evangelischen Bank ist das Foyer – eine filigrane Betonkonstruktion mit großen Glasflächen. Es verbindet Turm und ehemaliges Bankgebäude, von dem während der Bauarbeiten bis auf ein Betongerippe nichts übrig geblieben war.

Mitarbeiter sind eingezogen: Die neue Zentrale der Evangelischen Bank an der Fünffensterstraße/ Ecke Ständeplatz

Über dem Foyer schwebt das Kunstwerk „Currents“ des Spaniers Daniel Canogar. Die verschlungene LED-Installation wiegt 300 Kilo. Die farbigen Lichteffekte auf ihrer Oberfläche sind nicht etwa zufällig. Es werden Windströmungsdaten einer Wetterstation ausgewertet. So werden die Luftströmungen über Kassel im Bankenfoyer in digitaler Form sichtbar.

Ein weiterer Hingucker im Foyer ist der Raum der Stille. Der hölzerne Kubus besticht durch seine Architektur und ist mit einem weißen Tuch bespannt.

Blieb erhalten: der alte Tresor der Bank.

Der tägliche Kundenverkehr wird sich aber nicht im Foyer abspielen, das auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden soll. Bankgeschäfte können in einer SB-Zone erledigt werden, die derzeit noch im Erdgeschoss des Turmes eingerichtet wird. Im Januar soll diese Zone mit Automaten eröffnen, so ein Sprecher.

Besonders stolz ist der Bauherr auf das ressourcenschonende Baukonzept. So wurde das Betonskelett des Banken-Altbaus nicht abgerissen, sondern in den Neubau integriert, der nun unmittelbar bis an die Fünffensterstraße reicht. Erhalten wurde auch der ehemalige Tresorraum der Bank, für den es heute keine Verwendung mehr gibt. Er sei „als Zeitkapsel“ im Hauptsitz erhalten worden, so der Sprecher.

Der Landkreis will im Frühjahr einziehen: Der Interimsstandort der Evangelischen Bank hat einen neuen Mieter.

Die Bank hatte ursprünglich mit Baukosten in Höhe von 30 Millionen Euro kalkuliert. Nach Auskunft des Sprechers habe es leichte Baupreissteigerungen gegeben. Diese hätten mit dem Fund einer Weltkriegsbombe und dem allgemeinen Bauboom zu tun. Genaue Zahlen könnten vermutlich erst zur Einweihung im Frühjahr genannt werden.

Zu dem Zeitpunkt soll auch der neue Mieter in die ehemaligen Druckerei Schanze an der Kohlenstraße einziehen, die zweieinhalb Jahre von der Bank genutzt worden war. Der Landkreis Kassel wird das komplette Gebäude nach einem kleineren Umbau nutzen.

An der Kohlenstraße werden künftig der Fachbereich Soziales (bislang Fünffensterstraße), der Fachbereich Migration und Soziale Dienste (bislang in Fuldabrück) und die Untere Wasserbehörde und Revision (bislang Waldau) sitzen. „Wir geben damit unsere kleineren Standorte auf“, so Kreissprecher Harald Kühlborn. Künftig solle es nur noch drei große Standorte geben: das Kreishaus an der Wilhelmshöher Allee, der Südflügel im Kulturbahnhof und die Kohlenstraße. (Bastian Ludwig)

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