Uli Hellweg: Kassel hat Chancen

Ex-Baudezernent lobt gute Entwicklung der vergangenen Jahre

Uli Hellweg

kassel. Er zählt zu den ambitioniertesten Stadtbauräten, die in Kassel gewirkt haben: Auf eines seiner in der Fachwelt viel beachteten Projekte, die wiedergegründete Unterneustadt, wird Uli Hellweg bei seinen gelegentlichen Besuchen in Kassel noch immer angesprochen.

Von Menschen, die sich in dem neuen Wohnquartier an der Fulda wohlfühlen. Das freut ihn und macht ihn ein bisschen stolz. „Das ist toll, wenn man da durchgeht“, sagt Hellweg, seit 2006 Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung IBA in Hamburg. Auch die Marbachshöhe, einst Bundeswehrstandort und nun begehrte Wohnadresse, und die Beckett-Anlage im Vorderen Westen hätten sich gut entwickelt. Zwei- bis dreimal im Jahr ist der 65-Jährige in Kassel, der alten Freunde wegen.

Die Stadt habe sich gut entwickelt, sagt er. Wie sie weiter vorangebracht werden kann, darüber diskutierte er am Dienstag im Stadtforum des Evangelischen Forums, wo er über nachhaltige Stadterneuerung sprach. Wer ihm zuhört, spürt sein Talent, andere zu begeistern. Mit Verwaltungshandeln, Bebauungsplänen und Planverfahren könne man keinen hinterm Ofen vorlocken, sagt er. Bei der IBA habe er zuerst auf Privatleute gesetzt und Stadtverträge geschlossen. Wer dabei sein wollte, musste sich bewerben.

Für Kassel sei die Uni mit ihren vielen Studenten eine große Chance für die Innenstadt als Wohnort, sagt er. Mit einer weiteren documenta urbana könnte sich Kassel neben der Kunst auch städtebaulich profilieren. Auch das Welterbe-Prädikat – dank dem Engagement der damaligen Landgrafen – könnte Anreiz für städtebauliche Projekte sein.

Dass die Pläne für ein Technisches Rathaus bei Salzmann gescheitert sind, erstaunt ihn. Schließlich könne es für einen Investor keinen größeren Lottogewinn geben als die öffentliche Hand als langfristigen Mieter.

Von Ellen Schwaab

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