Angaben zu Tod von Halit Yozgat

hr: Ex-Verfassungsschutzchef Irrgang Zeuge im NSU-Prozess

Frankfurt/München. Der frühere hessische Verfassungsschutzpräsident Lutz Irrgang muss nach einem Medienbericht als Zeuge im NSU-Prozess aussagen. Er sei für den 11. März geladen, berichtete der Hessische Rundfunk (hr).

Demnach soll Irrgang Fragen zu einem früheren Mitarbeiter des Verfassungsschutzes beantworten, der 2006 im hinteren Raum eines Internet-Cafés in Kassel saß, als die NSU-Terroristen dort Halit Yozgat ermordeten.

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Die Initiative zur Befragung vor dem Oberlandesgericht München soll den Angaben zufolge von den Anwälten der Familie Yozgat ausgegangen sein. Die Anwälte hatten in der Verhandlung zuletzt auf Mitschriften einer Telefonüberwachung verwiesen. Nach ihrer Einschätzung ergibt sich aus diesen, dass der frühere Mitarbeiter innerhalb seiner Behörde mehr über den Mord gesagt habe als gegenüber der Polizei und vor Gericht.

Nach dem Mord in Kassel war der damalige Verfassungsschützer Andreas T. aus Hofgeismar selbst unter Tatverdacht geraten und saß in Untersuchungshaft. Das Verfahren wurde aber eingestellt. (dpa)

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