Der Circus Voyage begeistert mit neuem Programm auf der Schwanenwiese

Es geht heiß her: Feuer-Jonglage im Circus Voyage. Fotos:  Bergholter

Kassel. Auf der Schwanenwiese erhebt sich ein gewaltige Zirkuszelt, davor eine Besucherschlange bis auf den Parkplatz. Am Eingang des Geländes eine Schar Demonstranten, die sich gegen die Zurschaustellung von Wildtieren in der Manege einsetzt.

„Artgerecht“

„Der Zirkus lebt nun einmal von exotischen Großtieren“, sagt Christoph Richter, Betriebsleiter des Circus Voyage, mit Blick auf die Demonstranten. Die Kritik sei nicht neu und man gehe offensiv mit dem Thema um, so Richter. Er unterstreicht die artgerechte Haltung der Zirkustiere: „Allein die regelmäßigen unangekündigten Kontrollen durch das Veterinär- und Gesundheitsamt an jedem Standort garantieren, dass wir die Richtlinien für artgerechte Haltung einhalten.“ Den Tieren, die allesamt nicht in Freiheit geboren wurden, gehe es „besser als in jedem Zoo“. In der Pause der Vorstellung können sich Besucher davon überzeugen, denn es gibt die Möglichkeit, einen Blick hinter die Zirkuskulissen zu werfen. Ob das die Tierschützer überzeugt?

Überzeugt von dem facettenreichen Programm waren die 1000 Premieregäste. Für den ersten Teil der Vorstellung „Circus unter Wasser“ wird die Manege mit 150 000 Liter Wasser gefüllt, auf der Rundbühne in der Mitte wird die Geschichte der Meerjungfrau Alicia erzählt. Um die Bühne herum plantschen Gänse im Wasser - „die gefährlichsten Tiere hier“, sagt Richter.

Akrobatische Darbietungen in schwindelerregenden Höhen oder auf dem Boden und schillernde Kostüme prägen diesen Teil der Show. In der Pause gibt es Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Die Großtiere im Außenbereich des Zirkus lassen sich füttern, streicheln und posieren fürs Foto.

Die Exoten bestimmen den zweiten Teil der Vorführung. Elefanten, Giraffen, Kamele, Zebras und Pferde zeigen in der Manege ihre Kunststücke. Der Höhepunkt ist der Ritt auf einem Nashorn. Eine weitere, aber eher unfreiwillige Attraktion ist das Flusspferd, das ungeniert über den ersten Sitzreihen sein „Geschäft“ verrichtet. Ein ungeplanter, aber großer Lacher - zumindest für all jene, die weiter hinten sitzen. Generell ist die Stimmung unter dem Premierenpublikum ausgelassen. Richter: „Wir gastieren zum dritten Mal in Kassel und kommen immer gerne wieder, Kassel hat ein großartiges Zirkuspublikum. Hier herrscht immer tolle Stimmung im Zelt und alle machen mit.“ (pee)

Vorstellungen bis 22. September, 16 und 19.30 Uhr. Sonntags 11 und 15 Uhr. Montags und dienstags keine Show. Mittwochs und donnerstags kosten die Karten 10 Euro, in der Loge 15 Euro, ansonsten zwischen 14 und 30 Euro für Erwachsene und 10 bis 26 Euro für Kinder.

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