Experten entwickeln Ideen, um Besuchern die Wasserkünste nahezubringen

Attraktion: Die Fontäne im Bergpark Wilhelmshöhe bewundern regelmäßig viele Zuschauer. Archivfoto: Fischer

Kassel. Der Bergpark soll gut erreichbar sein. Vor allem darum geht es laut MHK-Direktor Dr. Bernd Küster bei den neuen Konzepten. So soll das bestehende Bus- und Tram-Angebot der KVG noch intensiviert werden.

Allerdings nicht durch den Park hindurch, sondern von außen an ihn heran. Küster: „Der Bergpark soll in erster Linie fußläufig erlebt werden.“

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Ideal sei es, die Tramlinie 1 zu nutzen, die direkt am Besucherzentrum Bergpark Wilhelmshöhe halte, um sich dann zu Fuß auf den Weg in Richtung Schloss zu begeben. Die Buslinie 22 bringt die Besucher zudem über das Ehlener Kreuz bis zum Herkules.

Die Linienbusfahrten durch den Park seien reduziert worden. Gab es noch vor wenigen Jahren 8700 Fahrten im Jahr, so sind es heute nur 2700. „Diese Entlastung war notwendig - auch für die Welterbebewerbung“, sagt Küster.

Nach wie vor fahre die Niederflur-Buslinie 23 in den Sommermonaten vom Bahnhof Wilhelmshöhe zur Brabanter Straße durch den Park mit den Stationen Schloss, Aquädukt, Plutogrotte, Steinhöfer Wasserfall und Löwenburg. An den Tagen mit Wasserspielen im Park werde dieses Angebot verstärkt. Auch das Anrufsammeltaxi könne genutzt werden. „Nach unseren Erfahrungen reicht das Angebot aus“, sagt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad.

Im Blick haben die Planer auch Menschen, die wegen einer Behinderung oder aus Altersgründen bislang den Bergpark und seine Wasserkünste nicht genießen konnten. Für sie haben Experten der Uni und des Fraunhofer Instituts einen Prototyp für ein kleines Zwei-Personen-Elektromobil entwickelt. Sein Einsatz auf festgelegten Strecken im Park wird zurzeit getestet. „Die Erschließung des Bergparks könnte zum Modell für andere Parks werden“, sagt Küster.

Autoverkehr

Für den Besucherverkehr mit Autos und Reisebussen stehen auf drei Parkplätzen am Bergpark (zwei an der Ochsenallee, einer am Herkules) zwischen 650 und 750 Stellplätze zur Verfügung. Daran solle sich nicht viel ändern, sagt Küster. Künftigen Bauvorhaben sollten möglichst wenige Parkplätze geopfert werden. Fest stehe jedoch, dass am Rand des oberen Parkplatzes an der Ochsenallee ein Gartenbetriebshof für den Bergpark gebaut wird. „Diesen Betriebshof benötigen wir dringend“, sagt Küster. Die exakte Platzierung des Areals stehe aber noch nicht fest.

Schließlich stehe langfristig der Umbau der gesamten Tulpenallee an. Die Planung liege bei der Stadt Kassel. Mit dem Beginn des Umbaus müsse nach seiner Einschätzung sowohl das kommende documenta-Jahr als auch das Jahr 2013, in dem das Stadtjubiläum gefeiert wird, abgewartet werden, sagt Küster.

Mehr zum Bergpark und der Welterbe-Bewerbung unter www.hna.de/wiki

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