100 Kilometer rund um Kassel

Extremwanderung des Alpenvereins: „Die Strecke ist ein Traum“

Kurze Pause: Ina Kraus und Klaus Kwaschnek vom Alpenverein Kassel entspannen während ihrer Extremwanderung auf dem Dörnberg. Das Duo wanderte im Mai vergangenen Jahres die 156 Kilometer des Kassel-Steigs am Stück. Archivfoto: Dilling

Kassel. Der Alpenverein Kassel richtet erstmalig eine Extremwanderung aus. Die Veranstaltung heißt „Herkules 100“. Wanderer können zwischen zwei verschiedenen Strecken wählen:

Es gibt die 42 Kilometer lange Marathondistanz sowie eine 100 Kilometer lange Ultrawanderung. Los geht es am 13. und 14. Juni.

„Das ist eine Premiere für den Kasseler Raum“, sagt Ina Kraus vom neunköpfigen Organisationsteam. Die leidenschaftliche Wanderin stellt aber klar: „Die Wanderung ist auch eine Belastung.“

Deshalb sollten Teilnehmer eine Grundsportlichkeit mitbringen. „Und sie sollten bereit sein, in den kommenden Monaten für die Extremwanderung zu trainieren.“ Dafür bietet der Alpenverein mehrere Wanderungen mit den Anforderungen 20, 30 und 50 Kilometer an. Eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme ist Volljährigkeit. Außerdem besteht eine Handypflicht.

„Verloren geht uns niemand“, betont Klaus Kwaschneck, der ebenfalls mit der Organisation betraut ist. Er habe selbst schon an Ultrawanderungen teilgenommen. Die Idee, eine solche Veranstaltung im Kasseler Raum auf die Beine zu stellen, reifte ihm und seinen Mitstreitern vom Alpenverein im Oktober vergangenen Jahres.

Damals hatte sich der Alpenverein nach Meinungsverschiedenheiten aus dem Organisationsteam der zwei Wochen später stattfindenden Grimmsteig-Wanderung zurückgezogen.

„Es soll ein Event von Sportlern für Sportler sein“, benennt Kwaschneck das Ziel des „Herkules 100“. Ferner will der Alpenverein zeigen, wie schön es in der Region ist. „Die Strecke ist ein Traum“, versichert Kraus. Sie führt zu 75 Kilometern über den Kassel-Steig. Die übrigen 25 Kilometer führen über den Fulda-Radweg R 1.

26 Stunden Zeit für Strecke

Start- und Zielpunkt der großen Runde ist das Kletterzentrum an der Johanna-Waescher-Straße auf der Marbachshöhe. „Hier gibt es Duschen, Umkleiden, Parkplätze und auch sonstige Räume für die Logistik“, erklärt Kraus. Für die 100 Kilometer haben die Organisatoren ein Zeitlimit von 26 Stunden gesteckt. „Auch wer sich ausreichend Zeit für Pausen nimmt, kommt innerhalb der Zeit an“, rechnet Kwaschneck vor. Die Marathondistanz ist in 13 Stunden zu bewältigen. So habe laut Kwaschneck jeder Teilnehmer die Zeit, die Wanderung zu genießen.

Wie sichergestellt wird, dass niemand abkürzt? „Jeder Teilnehmer startet mit neun Kontrollkarten. An jeder der acht Streckenpunkte wird eine der Karten hinterlegt. Im Ziel wird dann die letzte Karte abgegeben“, erklärt Kwaschneck. Das diene zusätzlich der Sicherheit. „So können wir die Teilnehmer lokalisieren, sollten sie vermisst werden.“

Auf das Organisationsteam – das noch aus Esther Wienecke, Sascha Reuß, Klaus Koch, Jürgen Rinteln, HNA-Mitarbeiter Gerd Köberich, Jörg Utech und Arnulf Wigand besteht – kommt noch einiges an Arbeit zu. Etwa 70 Helfer werden im Einsatz sein.

Anmeldungen und Fragen: alpenverein-kassel.de oder unter herkules100@alpenverein-kassel.de

Von Matthias Hoffmann

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