Bundessieger lernte bei Mercedes 

Fabio Welker ist der beste Fertigungstechniker im Land

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Bundesbester Fertigungsmechaniker. Mit Fabio Welker aus Zierenberg freuen sich Mercedes-Benz-Werkleiter Ludwig Pauss (Mitte) und Personalchef Hauke Schuler. 

Kassel. Der Zierenberger Fabio Welker ist Nundesseiger in seinem Beruf. Er legte die beste Abschlussprüfung ab. Jetzt studiert er Maschinenbau.

 „Talent trifft Stern“ – dieser langjährige Werbeslogan des Ausbildungswesens des Stuttgarter Autobauers Mercedes-Benz könnte wohl kaum besser zutreffen als auf die Lehrwerkstatt im Achsenwerk in Kassel. Denn dort wurden der bundesweit beste Fertigungsmechaniker des jüngsten Jahrgangs und auch der Landessieger unter den Industriemechanikern ausgebildet. Sie heißen Fabio Welker und Marco Löber.

Welker ist 21 und stammt aus Zierenberg. Löber ist ein Jahr älter und kommt aus Volkmarsen. Beide haben ihre Ausbildung abgeschlossen und studieren mittlerweile Maschinenbau an der Uni Kassel. Dem Ausbildungsbetrieb sind sie aber als hochqualifizierte Fachkräfte nicht verloren gegangen. Denn beide arbeiten an zwei Tagen in der Woche im weltweiten Leitwerk für Lkw-, Bus-, Transporter-, Van- und Geländewagenachsen. Und wenn sie eines Tages Ingenieure sind, werden sie aller Voraussicht nach im Werk bleiben. „Die langjährige Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen gehört zu unserem Personalkonzept“, betont Werkleiter Ludwig Pauss

„Ja, ich bin stolz darauf, Bundessieger zu sein“, gesteht Welker. Natürlich habe er dieses Ziel von Anfang an verfolgt, „aber dass ich es erreicht habe, hat mich schon überrascht“, sagt der junge Mann. Dabei geholfen hat seiner Ansicht nach auch die „sehr hochwertige Ausbildung“. Wie er freut sich auch Landessieger Löber. Zwar hat er den bestmöglichen Abschluss angestrebt, mit dem Titel hat aber auch der Volkmarser nicht gerechnet.

Pauss und Personalchef Hauke Schuler übergaben gestern die Urkunden und lobten die beiden Azubis sowie Aus- und Weiterbildungsleiter Lars Bruchhäuser für deren Leistungen. „Ich bin sehr stolz auf Sie“, sagte Pauss. Dass die beiden Sieger neben dem Studium in der Produktion mitarbeiten, sei eine „reife Leistung“, betonte Schuler. Zurzeit bildet das Daimler-Werk über alle Jahrgänge 150 junge menschen in den Berufen Fertigungs- und Zerspanungsmechaniker sowie Mechatroniker aus. Nachwuchssorgen sind dort unbekannt. Auf jährlich 50 neue Lehrstellen kommen 800 bis 1000 Bewerber.

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