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Fachschule für Technik ist nach Waldau umgezogen

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Neue Adresse: Die Fachschule für Technik in Kassel ist umgezogen und residiert jetzt im Prüfungszentrum der IHK in der Gobietstraße in Waldau. © Koch

Kassel. Die Fachschule für Technik in Kassel (FTK) ist vom Werk Mittelfeld in die Gobietstraße 13 umgezogen und feiert am heutigen Freitag die Wiedereröffnung.

Grund für den Ortswechsel ist laut Bernd Schellenberger, der im Vorstand des Trägervereins aktiv ist, der schwierige Umgang mit dem bisherigen Vermieter, dem zypriotischen Investor Aroundtown (einst Grand City Property), der das Werk Mittelfeld 2014 übernommen hat. Selbst notwendigste Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten seien trotz vielfacher Aufforderung nicht ausgeführt worden. Hinzu komme die schlechte Verkehrsanbindung des alten sowie die Nähe des neuen Standorts zum Berufsbildungszentrum (BZ) in der Falderbaumstraße. Mit dem hauptsächlich vom nordhessischen Handwerk getragenen BZ arbeitet die FTK in einigen Bereichen eng zusammen.

Mit dem Umzug kehrt die Fachschule an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Denn von 1983 bis 2004 war die Ausbildungseinrichtung für Industriemeister bereits Mieter in der Immobilie, die der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg auch als Prüfungszentrum dient.

„Die räumlichen Voraussetzungen sind hier deutlich besser und bei Bedarf können wir zusätzliche Räume in einem anderen Geschoss zeitweise dazumieten“, erklärte Schellenberger.

Die FTK, die in Korbach, Frankenberg und bei Volkswagen in Baunatal Außenstellen betreibt, wird von der heimischen Industrie getragen, darunter Continental, Daimler, Volkswagen, die EAM, General Electric (ehemals Alstom), SMA und Viessmann. 400 bis 500 Teilnehmer durchlaufen die Einrichtung jährlich. Sie werden zu Industriemeistern in den Fachrichtungen Metall, Elektro, Logistik und Mechatronik sowie Kunststoff/Kautschuk ausgebildet. Hinzu kommen technische Fachwirte, geprüfte Konstrukteure, Ausbildungsbefähhigte und Qualitätsmanager. Neu im Angebot sind Konfliktmanagement und Technik für Kaufleute. Die Meisterkurse dauern zwei, die für technische Fachwirte dreieinhalb Jahre.

Die Fachschule finanziert sich ausschließlich über Gebühren, die die Teilnehmer entrichten. Bei der berufsbegleitenden Meisterausbildung sind das ungefähr 5000 Euro je Person. Der Jahresetat beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Davon werden Miete, die Gehälter der acht fest Beschäftigten sowie die Honorare der 150 Dozenten bezahlt. Letztere sind ganz überwiegend Praktiker, die meist in den Industrie-Unternehmen der Region tätig sind.

Dem ehreamtlich arbeitenden Vorstand gehören neben Schellenberger (früher Volkswagen) auch Ursula Hauptmann (langjährige, pensionierte Ex-Mitarbeiterin der Fachschule), Bernd Kleem (früher Berufschule Frankenberg), Dr. Thomas Fölsch von Continental in Korbach sowie als Vorsitzender Wolfgang Behrens (früher Daimler) an.

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