Wasserrohrbruch verursachte evtl. Schaden

Fachwerkhaus am Leipziger Platz droht einzustürzen

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Gesperrt: Das Haus am Leipziger Platz, in dem eine Schneiderei untergebracht ist, ist nach einem Wasserrohrbruch einsturzgefährdet. Foto:  Pflüger-Scherb

Bettenhausen. Was ist bloß aus der Strickjacke geworden? Das hat sich Heidi Trojca aus Kassel am Montag gefragt, als sie das Kleidungsstück aus der Änderungsschneiderei Arzu am Leipziger Platz wieder abholen wollte. Sie hatte die Jacke ihrer Enkeltochter Tage zuvor zu dem Schneider gebracht, damit diese an der Schulter geflickt wird.

In der Nacht zum Sonntag gab es aber im oberen Stockwerk des Hauses offenbar einen Wasserrohrbruch. Das teilt die Änderungsschneiderei jedenfalls auf einem Zettel an der Tür mit. Durch die Scheibe erkennt man, dass Teile der Decke durch den Rohrbruch zerstört worden sind. Wie hoch der Schaden sei, könne man noch nicht absehen, da das Gebäude aus Sicherheitsgründen gesperrt worden ist. Die Polizei hat das Haus mit Flatterband abgesperrt.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Knöll könne man aber auch nicht ausschließen, dass der Schaden vorsätzlich verursacht worden sei. Da es an dem Gebäude einen unverschlossenen Nebeneingang gebe, könnte sich auch ein Unbefugter Eintritt verschafft haben, sagt Knöll. Die Ermittlungen der Polizei dauerten an. Zudem hätten die Beamten des Reviers Ost im Rahmen ihrer Streifentätigkeit das Objekt im Blick. Da das alte Fachwerkhaus in Lehmbauweise einsturzgefährdet sei, achte man darauf, dass niemand trotz Verbot hineingehe.

100.000 Euro Schaden

Von der Feuerwehr ist der Schaden auf 100 000 Euro geschätzt worden, sagt Joachim Gries, Sprecher der Feuerwehr. Das sei aber nur eine vorsichtige Schätzung. Nachdem die Einsatzkräfte am Sonntag alarmiert worden seien, habe man den Haupthahn für Wasser abgedreht und über die Städtischen Werke den Strom und das Gas abstellen lassen.

Ob und wann die Schneiderei, einziger Mieter in dem Haus, wieder öffnen kann, steht derzeit in den Sternen. Auf dem Zettel an der Tür wird immerhin mitgeteilt, dass einige der zu ändernden Kleidungsstücke gerettet hätten werden können. Aber erst am Dienstag, 13.  Mai, könne man nähere Informationen darüber geben.

Kundin Heidi Trojca hat seit Montag vergeblich versucht, jemanden in der Schneiderei telefonisch zu erreichen.

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