Strafanzeigen

Supermarkt-Kunden als Opfer: In 200 Fällen illegal Geld abgebucht

Kassel. Beim Polizeipräsidium Nordhessen sind bereits 200 Strafanzeigen von Betroffenen eingegangen, von deren Konten aus dem Ausland illegal Geld abgehoben wurde. Zuvor waren ihre Bankdaten an Kartenlesegeräten in Supermärkten gestohlen worden.

Nach bisherigen Ermittlungen wurden seit Anfang Februar in mindestens vier Lebensmittelmärkten im Kasseler Raum die Daten von Kunden ausgespäht.

Dies geschieht, wenn Kunden mit ihrer Bankkarte bezahlen. Dafür platzieren die unbekannten Täter sogenannte Skimming-Aufsätze auf den Kartenlesegeräten im Kassenbereich.

Betroffen waren bislang zwei Geschäfte in Kassel (Leuschnerstraße und Westring), eines in Niestetal-Sandershausen und ein Geschäft in Edermünde-Grifte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Daten anschließend über das Internet zu Mittätern ins Ausland transferiert wurden.

Abgebucht wurden Beträge zwischen 75 und 1200 Euro. Im Durchschnitt liegt die Schadenssumme bei 400 Euro. Die Abbuchungen erfolgten hauptsächlich aus den USA, Japan und Südkorea.

Nach Angaben der Polizei lassen sich die Skimming-Geräte im Vorbeigehen auf den Lesegeräten platzieren. Auch fielen sie kaum auf, weshalb manipulierte Lesegeräte kaum zu erkennen seien. Die Polizei appellierte an Marktleiter und Kassenpersonal genau auf die Lesegeräte zu achten. (bal)

Hinweise: 0561/ 9100

Rubriklistenbild: © AP

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