Nach Belästigung: Polizei fahndet nach vermeintlichem Polizisten

Wer kennt diesen Mann? Foto: Polizei

Kassel. Die Kripo fahndet jetzt mit Phantombild nach einem Mann, der am Dienstagabend eine Fußgängerin an der Herkulesstraße belästigt haben soll. Wie berichtet, hatte sich der Mann der Frau gegenüber als Polizist ausgegeben und sie bei einer angeblichen Durchsuchung auf Drogen unsittlich berührt.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich im November an der Ludwig-Mond-Straße ereignet. Wegen des gleichen Vorgehens vermuten die Ermittler, dass es sich um denselben Täter handelt.

Am Dienstag hatte der Mann erst nach heftiger Gegenwehr der Frau von ihr abgelassen und flüchtete in Richtung Huttenstraße. Es sei denkbar, dass der Täter seinem Opfer schon länger gefolgt war, sagt Polizeisprecherin Sabine Knöll. Die Frau war gegen 18.45 Uhr vom Rewe-Markt an der Wittrockstraße über den Kirchweg in die Herkulesstraße am Diakonnissenhaus eingebogen. Dort war ihr der Mann, der eine auffällige schwarze Umhängetasche mit zwei Aufsatztaschen trug, erstmals aufgefallen. Wenig später sprach er sie an und gab sich als Polizist aus. Weil in der Gegend mit Drogen gehandelt würde, müsse er sie durchsuchen. Dabei begrapschte er die Frau.

Dazu merkt Polizeisprecherin Knöll an, es sei es nicht üblich, das männliche Polizisten Frauen durchsuchen. Weibliche Verdächtige würden grundsätzlich nur von Polizistinnen durchsucht.

Täterbeschreibung: etwa 20 Jahre alt, 1,75 Meter groß, schlank mit breiten Schultern, Dreitagebart, kantiges Gesicht, bekleidet mit schwarzer Mütze, dunkler hüftlanger Winterjacke im Sweatshirt-Stil mit Reißverschluss, blauen Jeans und dunkeln Schuhen. (rud)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 0561/91 00

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