Zwei Monate Fahrradverleihsystem Konrad: Bisher 30.000 Fahrten

Kassel. Mehr als 8000 Kunden und 30.000 Ausleihen: Das ist die Bilanz für das Fahrradverleihsystem Konrad nach zwei Monaten. Im Durchschnitt wird 710-mal pro Tag eins der 500 Konräder gemietet (Stand: 20. Mai). Die Tendenz ist weiter steigend.

„Über den bisherigen Erfolg freuen wir uns sehr“, sagte Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). Das System werde besser angenommen, als erwartet. Gerechnet habe man mit 20.000 Ausleihen im ersten Vierteljahr.

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Ob das mit 1,5 Mio. Euro vom Bund bezuschusste Modellprojekt nach Ablauf der Förderzeitraums im Dezember weiterbetrieben werden kann, hängt von den städtischen Haushalts-Verhandlungen ab. Ein kostendeckender Betrieb des Systems sei unrealistisch, sagte Nolda.

Für 2013 gehe man von 160.000 Euro Zuschussbedarf aus. Bei einem Weiterbetrieb halte er aber „auf Sicht“ eine Halbierung des Zuschusses auf 80.000 Euro für vorstellbar. Um den Zuschussbedarf zu senken, denke man auch über eine Erhöung der Nutzungsgebühr nach. „Derzeit sind wir im bundesweiten Vergleich sehr günstig.“

Mehr zum Fahrradverleihsystem Konrad lesen Sie im Regiowiki.

Genaue Zahlen zu den bisherigen Mieteinnahmen kann die Stadt derzeit nicht nennen. Die statistische Abfrage sei für den Vertragspartner DB Rent sehr aufwändig. Fest steht, dass die Stadt allein in den ersten zwei Monaten 15 000 Euro über Werbung auf Konrad eingenommen hat (am Kettenschutz und auf Sattelschützern).

Fast die Hälfte der Konrad-Kunden sind Studenten. Sie bekommen Sonderkonditionen und bezahlen fast nichts für die Ausleihe. Die Ungleichgewichte bei der Verteilung der Räder auf die 50 Stationen sei auf die starke studentische Nutzung zurückzuführen, sagte Nolda. Die meist genutzten Stationen liegen alle an oder nahe der Uni. Derzeit sind nach Einschätzung des Straßenverkehrsamt, das Konrad auf städtischer Seite betreut, 80 Prozent der Nutzer Kasseler. Mit der documenta wird die touristische Nutzung vermutlich steigen.

Von Katja Rudolph

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