Anwohner im Forstfeld sind geschockt

Mordfall Lübcke: Nachbarn des Verdächtigen berichten über Festnahme

Sie sei in der Nacht zum Samstag wegen des Krachs wach geworden, sagt die Anwohnerin. Im Kasseler Stadtteil Forstfeld ist man schockiert, was passiert ist.

„Erst habe ich gedacht, Besoffene laufen durch die Gegend. Dann habe ich aber Polizei, Polizei, und wumm, wumm, wumm gehört“, sagt die Frau. Dann habe sie mitbekommen, wie eine Tür eingeschlagen wurde und jemand rief „Auf den Boden, auf den Boden“.

Die Frau erzählt von der Festnahme des im Mordfall Lübcke tatverdächtigen Stephan E., der am Wochenende in seinem Einfamilienhaus in der Heidenkopfstraße (Forstfeld) durch das SEK festgenommen worden ist.

Die Nachbarin erzählt, dass Stephan E. etwa seit zehn Jahren in dem Einfamilienhaus mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt. Sohn und Tochter seien im Teenageralter. Während die Frau immer nett gegrüßt habe, kenne sie Stephan E. nur vom Sehen. Er sei immer sehr zurückhaltend gewesen.

Dass der Nachbar jetzt Tatverdächtiger in Deutschlands wohl spektakulärstem Mordfall ist, verwundere sie schon. „Wir sind hier oben alle ganz baff.“ Dass da etwas Größeres im Busch ist, hätten sich die Nachbarn schon am Samstag gedacht. Schließlich sei die Polizei den ganzen Tag vor Ort gewesen.

„Das ist schon ein bisschen komisch. Ich weiß ja gar nicht, was passiert ist“, sagt ein Nachbar, bei dem zuvor ein Kamerateam geklingelt hat. Zahlreiche Journalisten halten sich am Montagnachmittag in der Straße auf, die so brav, ja fast ein bisschen bieder wirkt, und wollen mehr über den mutmaßlichen rechtsextremen Täter erfahren.

Nachbarn: Stephan E. sei nie groß aufgefallen

„Er hat wohl Schicht gearbeitet und kam immer mit dem Fahrrad“, sagt der Nachbar. Obwohl Stephan E. schon länger in dem Wohngebiet gelebt habe, sei er nie groß aufgefallen. Die Gegend ist ein ruhiges Viertel. Die Haustür des Einfamilienhauses ist mit einer roten Platte verbarrikadiert. Nur ein paar Steinbrocken zeugen davon, was dort passiert ist – einen Tatort würde man hier nicht vermuten.

Eine andere Nachbarin erzählt, dass Stephan E. sich mit einem anderen Nachbarn immer über Unkraut gestritten habe. Der 45-Jährige soll angeblich den Löwenzahn im Garten nicht entfernt haben.

Andere Nachbarn winken ab, sie seien müde, hätten genug von dem Wirbel der vergangenen Tage, wollen nicht mit Journalisten reden.

Ein Nachbar erzählt, er habe immer mal wieder vereinzelt Schüsse in der Gegend gehört. Aber sich nicht weiter Gedanken gemacht.

Man ist schockiert im Forstfeld. Kürzlich habe man Stephan E. noch im Garten gesehen, erzählt ein Anwohner, der immer noch nicht glauben kann, was passiert ist. Man habe ihn wohl nicht wirklich gekannt.

Der Fall Lübcke: RP wurde erschossen

Der Regierungspräsident wurde in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha erschossen. Seitdem suchte die Polizei unermüdlich nach einem Verdächtigen. Am 13. Juni nahmen Freunde, Weggefährten und die Familie mit einem Trauergottesdienst in Kassel Abschied von dem 65-Jährigen. Zwei Tage später wurde Lübcke beigesetzt.

Abschied von Walter Lübcke: Trauerfeier in der Martinskirche

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