388 Hinweise im Mordfall Lübcke: Sonderkommission zieht nach Wiesbaden

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Starb am 2. Juni: Kassels Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke.

Der Soko Liemecke, die zur Aufklärung des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke gegründet worden ist, gehören immer noch etwa 100 Beamte und Spezialisten an. Das teilte LKA-Sprecher Christoph Schulte auf Anfrage mit.

Derzeit habe die Soko ihren Sitz noch im Polizeipräsidium Nordhessen, sie bereite aber gerade den Umzug ins Landeskriminalamt nach Wiesbaden vor. Der Umzug werde wohl innerhalb der nächsten drei Wochen geschehen. Nach der Spurensuche in den ersten Tagen und Wochen nach dem Mord finde mittlerweile ein Großteil der Ermittlungen am Schreibtisch statt, sagt Schulte.

Gehe man von der Hypothese aus, dass Stephan Ernst der mutmaßliche Täter ist, müsse dies alles durch Fakten unterlegt werden. Wie in jedem anderen Fall müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, damit es ein „rechtssicheres Urteil“ geben kann. Im Mordfall Walter Lübcke seien bislang insgesamt 388 Hinweise bei der Soko eingegangen. Jeder einzelne Hinweis sei überprüft worden, erklärte LKA-Sprecher Schulte.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag, 2. Juni, auf seiner Terrasse in Istha erschossen worden. Als dringend tatverdächtig gilt der Neonazi Stephan Ernst (45) aus Kassel, der wegen Mordverdachts in der Justizvollzugsanstalt Kassel I in Untersuchungshaft sitzt. Ernst hatte die Tat zunächst gestanden, später sein Geständnis aber wieder zurückgezogen. 

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