Enkeltrick

Falsche "Eli" am Telefon ist eine Betrügerin

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Eine 92-jährige Frau aus Waldau ist am Dienstagnachmittag Opfer von Betrügern geworden. Die Seniorin fiel auf den sogenannten Enkeltrick herein und händigte später den Tätern 8000 Euro und Schmuck aus.

Die 92-Jährige habe gegen 14 Uhr zunächst den Anruf einer Frau bekommen, die durch eine geschickte Gesprächsführung bei der Seniorin den Anschein erweckte, dass es sich bei ihr um die „Eli“, die Enkelin einer bereits verstorbenen Freundin der älteren Dame, handele, teilt Polizeisprecher Alexander Först mit.

Die besagte „Eli“ gab in dem Telefonat glaubhaft vor, dass sie für den Kauf einer Immobilie Geld benötige und fragte die 92-Jährige dann gezielt, ob sie ihr finanziell unter die Arme greifen und vorübergehend 10 000 Euro leihen könne.

Schließlich sagte die Seniorin der Anruferin im guten Glauben zu, ihr etwa 8000 Euro leihen zu können. Da die besagte „Eli“ dann vorgab, das Geld selbst nicht abholen zu können, solle die 92-Jährige das Geld später an einen ihrer Bekannten aushändigen.

Die ältere Frau ging nach dem Telefonat zu ihrer Hausbank und ließ sich dort den entsprechenden Betrag auszahlen. Im Anschluss traf sich die Frau dann etwa gegen 15 Uhr an dem zuvor telefonisch verabredeten Ort. An der „Bushaltestelle Breslauer Straße“ mit einem unbekannten Mann, der als vermeintlicher Bekannter der „Eli“ das Geld in Empfang nehmen sollte. Die ältere Dame gab dem Mann aber nicht nur das Geld, sondern auch noch ein Armband, zwei Halsketten, zwei Ringe und eine Brosche.

Als die 92-Jährige sich später zu Hause telefonisch bei der echten Eli rückversichern wollte, ob das Geld und der Schmuck auch angekommen seien, musste die Frau leider feststellen, dass sie Betrügern aufgesessen war. Die echte Eli war hier tatsächlich nicht die Anruferin gewesen und wusste von der ganzen Sache natürlich nichts.

Wie das Opfer angeben konnte, soll es sich bei dem Komplizen der Anruferin um einen etwa 22-jährigen Mann gehandelt haben, der 1,75 Meter groß und schlank gewesen sei. Der Mann habe zudem kurze, dunkle Haare und sei weder Bart- noch Brillenträger. Insgesamt sei der Mann gut gekleidet gewesen. Unmittelbar nach der Geldübergabe habe der Betrüger von der „Bushaltestelle Breslauer Straße“ dann einen Bus der Linie 10 in Richtung Stadtmitte genommen.  use

Hinweise: Tel. 05 61/9100.

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