Infos von der Verbraucherzentrale

Das falsche Geschenk bekommen: Das muss man bei Umtausch oder Widerruf beachten

Kassel. Jedes Jahr nach Weihnachten sind die Geschäfte schon wieder voll. Aber nicht wenige Kunden sind mit ihren Weihnachtsgeschenken nicht zufrieden und wollen sie zurückgeben.

„Doch das ist gar nicht so einfach, denn ein generelles Rückgaberecht bei Nichtgefallen gibt es nicht“, sagt Eva Raabe, Chefin der Verbraucherberatung in Kassel.

Viele Menschen kaufen ihre Weihnachtsgeschenke erst kurz vor dem Fest, wenn der Einzelhandel bereits mit Preissenkungen lockt. „Doch es kommt nicht nur auf den Preis an“, erklärt Raabe. In jedem Fall sollten Kunden auch die Qualität der angebotenen Waren prüfen und vor der Kaufentscheidung überlegen, ob sie sich und ihren Lieben damit wirklich eine Freude machen.

Wer im Internet bei Händlern einkauft, hat immer ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Auch ein Preisvergleich im Internet lohne, „denn manchmal ist das vermeintliche Schnäppchen doch nicht so günstig“, rät die Verbraucherberaterin.

Wer Geschenke bekommen hat, die im Internet gekauft wurden, kann also möglicherweise noch von dem gesetzlich garantierten 14-tägigen Widerrufsrecht profitieren. Entscheidend ist aber, wann die Ware geliefert wurde. Ist das länger als zwei Wochen her, gilt diese Frist als abgelaufen und eine Rückgabe oder ein Umtausch ist vom Entgegenkommen des Internet-Händlers abhängig.

Umtausch nur auf Kulanz

Wer an seinen Weihnachtsgeschenken aus dem Laden am Ort keine Freude hat, kann mängelfreie Ware nach den Feiertagen oftmals überhaupt nur auf Kulanzbasis zurückgeben. Einen gesetzlichen Anspruch auf Umtausch bei Nichtgefallen gibt es nämlich nicht. Manche Händler bieten aber von sich aus an, einwandfreie Ware bei Nichtgefallen innerhalb von 14 Tagen gegen Vorlage des Kassenbons zurückzunehmen. Doch nicht immer bekommt man dann Bares zurück. Einzelhändler dürfen in solchen Fällen auch Einkaufsgutscheine ausstellen.

Ist die Ware mangelhaft, hat man aber Anspruch darauf, vom Händler einwandfreie zu bekommen. 

Verbrauchercafé zum Thema Umtausch

Am ersten Montag im Monat gibt es in der Kasseler Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Hessen im Südflügel des Kulturbahnhofs (Rainer-Dierichs-Platz 1)das Verbrauchercafé mit Informationen. Am Montag, 8. Januar, spricht Berater Thomas Hertwig von 15 bis 17 Uhr zum Thema „Umtausch, Rücktritt und Widerruf.“ 

Nach seinem Vortrag steht er den Ratsuchenden Rede und Antwort. Die Veranstaltung ist – einschließlich Kaffee und Tee – kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am Montag, 5. Februar, geht es im Verbrauchercafé um das Thema „Energierechnungen verstehen“.

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