Familienbetrieb mit Tradition

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Experten in Sachen Holz: Schreinermeister Helmuth Brehm (von links), Carsten Schneider und Christian Wolfram von der Wolfram & Brehm Schreinerei GmbH.

Kassel. Sein erstes Werkstück war ein Fußbänkchen. „Das habe ich als Schreinerlehrling im Jahr 1964 angefertigt“, sagt Schreinermeister Helmuth Brehm.

Auf 50 Berufsjahre blickt der Geschäftsführer der Schreinerei Brehm im Stadtteil Wolfsanger zurück. Firmengründer der Bau- und Möbelschreinerei war sein Großvater Hermann im Jahr 1925.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Werkstatt ausgebombt und brannte vollständig aus. Dieses Schicksal ereilte auch die folgenden Generationen: Die Werkstatt von Albert Brehm, Inhaber bis zum Jahr 1980, wurde 1963 ebenfalls durch einen Brand zerstört. Helmuth Brehm stand vor eineinhalb Jahren vor den Trümmern seiner ausgebrannten Werkstatt. „Wir sind Kämpfernaturen und hartnäckige Leute“, schmunzelt der Schreinermeister.

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Das zeigt sich auch an seinem sozialen Engagement und der Bereitschaft, ungewöhnliche Wege zu gehen. So übernahm er in seiner Zeit als Mitglied des Prüfungsausschusses der Schreinerinnung einen gehörlosen Lehrling, dessen Betrieb schließen musste. „Ich habe damals Gebärdensprache gelernt, um mich besser verständigen zu können“, sagt Helmuth Brehm. Der Lehrling von damals gehört seit 25 Jahren als Geselle zum Team der Schreinerei.

Die neue Werkstatt ist auf dem Hafengelände eingerichtet. Helmuth Brehm ist heute Ehrenobermeister der Schreinerinnung. Noch leitet er mit Ehefrau Bärbel den Betrieb. Um das Tagesgeschäft kümmert sich Schwiegersohn Christian Wolfram, der die Schreinerei ab 2015 übernehmen wird.

Die beiden Schreiner haben unlängst zeitgleich zum Hobel gegriffen: Jeder hat eine Wiege gefertigt für den Nachwuchs in der fünften Generation des Familienbetriebs. (zip)

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