Ortsbeirat beschwert sich

Ärger um Parksituation im Stadtteil Fasanenhof: Protest gegen das Chaos

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Hier wird es eng: Das Müllfahrzeug muss sich auf dem Linderweg zwischen Abfallcontainern und geparkten Autos hindurchzwängen 

Fasanenhof. Mittwochmittag hinter der Wendeschleife der Straßenbahn an der Ihringshäuser Straße. Der Park-and-Ride-Platz ist voll besetzt, man kurvt umsonst herum. Auch auf dem angrenzenden Linderweg und der Straße „Auf dem Klei“ reiht sich Blech an Blech.

Die Taxi-Plätze an der Wendeschleife sind ebenfalls besetzt - allerdings nicht von Taxis. Das Müllauto der Stadtreiniger zwängt sich zwischen Fahrzeuge und Abfallcontainer: Mitglieder des Ortbeirats Fasanenhof konnten Vertretern des Straßenverkehrsamts anschaulich zeigen, wie prekär die Parksituation an der Wendeschleife ist.

Vergangenes Jahr habe der Fahrer eines Notarztwagens während seines Einsatzes im Wohngebiet ein geparktes Fahrzeug gerammt, weil es auf der Fahrbahn zu eng war, berichtete eine Anwohnerin. „Manchmal geht es nicht vor und zurück“, ergänzte sie. Die Autos führen auf die Bürgersteige, und wenn diese dann kaputt seien, würden die Anwohner zur Kasse gebeten, klagte Ortsvorsteherin Jutta Bachmann (SPD).

Zu wenig Raum für Autos: Ortsvorsteherin Jutta Bachmann (Vierte von links) und Ortsbeiratsmitglieder diskutierten beim Ortstermin mit Norbert Wallesch vom Straßenverkehrsamt (rechts) über Möglichkeiten, wie der Parkdruck an der Wendeschleife der Straßenbahn (hinten links) gemildert werden kann. 

„Wir sehen keine Notwendigkeit für weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen. Die Straße darf jeder nutzen“, meinte dagegen Norbert Wallesch vom Straßenverkehrsamt. Das Amt habe bisher keinerlei Beschwerden erhalten, dass ein Durchkommen für Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge nicht möglich sei. Außerdem werde der Parkdruck weiter erhöht. Wallesch versprach zu prüfen, ob wenigstens die Straße „Auf dem Klei“ im Bereich des Park-and-Ride-Platzes von abgestellten Autos freigehalten werden kann.

Dem Ortsbeirat ist das jedoch zu wenig. „Wir sind uns alle einig, dass der Parkplatz einfach zu klein ist“, sagte Bachmann. Die Autos würden deshalb im angrenzenden Wohngebiet abgestellt und nähmen den Anwohnern Parkmöglichkeiten weg. Die Idee von Ortsbeiratsmitgliedern, auf dem Platz statt des Senkrecht- ein Schrägparken einzuführen, wiesen Vertreter der Stadt vor Ort zurück. Dann gebe es noch weniger Stellplätze, sagten sie.

Der Ortsbeirat will nun mithilfe einer befreundeten Planerin selbst einen Vorschlag zum Umbau des Parkplatzes erarbeiten. Das Gremium will ihn in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Januar, ab 19.30 Uhr, in der Versöhnungskirche, Hummelweg, den Vertretern der Stadt Kassel vorstellen. 

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