2016 wurden bis Mitte November 3895 Babys geboren

Babyboom in Kassel: So viele Geburten wie zuletzt vor 45 Jahren

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2000. Geburt im Klinikum Kassel: Mia-Sophie mit ihren Eltern Janina Szlazas und Sergej Seibel.

Kassel. In Kassel werden in diesem Jahr so viele Kinder geboren wie seit 1971 nicht mehr. Darauf deutet zumindest alles hin.

Denn bis Mitte November sind in den Kasseler Krankenhäusern 3895 Babys zur Welt gekommen. Werden bis zum Jahresende weiterhin etwa 370 Kinder pro Monat geboren, wird der jüngste Höchststand aus dem vergangenen Jahr (4199) übertroffen. Und 2016 scheint ein Jungsjahr zu werden: Bisher stehen 2009 Jungs 1886 Mädchen gegenüber.

Die meisten Kinder werden im Klinikum zur Welt gebracht. Am Mittwoch wurde dort bei der 2000. Entbindung das 2094. Kind (teils Mehrlinge) geboren. Im Vorjahr wurde diese Marke im Klinikum erst kurz vor Silvester geknackt.

Die Gründe für die positive Entwicklung sind vielfältig. Wobei die Flüchtlinge nur eine Ursache von vielen seien, sagt Agnes Friedland, Oberärztin der Geburtsmedizin am Klinikum.

Zum einen entscheiden sich wieder mehr Eltern für Kinder und zum anderen werden diese – auch mangels schrumpfender Alternativen im Umland – häufiger in Kassel geboren. Im Umkreis haben mit den Kliniken in Wolfhagen, Hann. Münden, Bad Arolsen und Witzenhausen seit 2010 vier Häuser ihre Geburtshilfen geschlossen. Somit sind werdende Eltern stärker auf Kassels Angebote angewiesen. Für Hochrisikoschwangerschaften ist in der Region ohnehin nur das Klinikum zugelassen.

In Kassel gibt es aber neben dem Klinikum noch die Geburtshilfe am Diakonissen-Krankenhaus, in die jüngst die Frauenklinik Dr.-Koch integriert wurde. In beiden Einrichtungen, die erst im Sommer verschmolzen sind, wurden 2016 bisher 1655 Kinder zur Welt gebracht. Zudem stehen mit dem Geburtshaus Kassel (52 Geburten) sowie dem Heilhaus (20 Geburten) zwei kleinere Einrichtungen in der Stadt zur Verfügung. Darüber hinaus gab es in Kassel einen kleinen Teil (19) von Hausgeburten. 

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