Altenpflegeheim soll abgerissen werden

GWG will 90 neue Wohnungen im Kasseler Stadtteil Fasanenhof bauen

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Schöne Wohnlage mit viel Grün: Das Areal der Seniorenwohnanlage (SWA) im Stadtteil Fasanenhof vom Hochhaus an der Fuldatalstraße aus gesehen. Rechts im Bild die Straße Hinter dem Fasanenhof. Das mehrstöckige Gebäude am Ende des Areals ist die Heinrich-Constantin-Residenz.

Fasanenhof. Auf dem Gelände des 2016 geschlossenen Altenpflegeheimes der Seniorenwohnanlage Fasanenhof will die GWG nach dem Abriss der alten Gebäude 90 neue Wohnungen bauen.

In diesen Wohnungen sollen künftig nicht nur ältere Menschen, sondern auch Familien mit Kindern wohnen.

In das Vorhaben will die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel annähernd 22 Millionen Euro investieren. Der Plan kann freilich nur in die Tat umgesetzt werden, wenn alle 39 Wohnungseigentümer der Heinrich-Constantin-Residenz dem Verkauf des Grundstücksteils mit dem früheren Pflegeheim an die GWG zustimmen. Das ehemalige städtische Constantin-Altenheim war 1997 zur Seniorenresidenz mit 39 Eigentumswohnungen umgebaut worden.

Seit der Schließung des SWA-Pflegeheimes Ende März 2016 stehen die Gebäude leer. Mit der GWG habe man einen starken Partner gefunden, um in Zukunft eine „vernünftige Nutzung der Liegenschaft“ zu ermöglichen, sagt Karsten Honsel, Chef der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), zu der auch die Seniorenwohnanlagen Fasanenhof und Lindenberg im Stadtteil Forstfeld gehören.

Die Schließung des Altenpflegeheims sowie der zugehörigen Küche und des Speisesaals, den auch Mieter aus dem betreuten Wohnen nutzten, hatte für Kritik gesorgt. Insgesamt leben in den 224 Wohnungen im Quartier rund 270 Bewohner.

„Die Versorgung der Menschen dort soll noch besser werden“, sagt SWA-Geschäftsführerin Ruth Fürsch. Neu geschaffen werden soll ein Restaurant mit Café-Betrieb und Lieferservice. Die ambulante Pflege und Pflegeleistungen in der Wohnung sollen um eine Tagespflege mit 20 Plätzen sowie eine Kurzzeitpflegeeinrichtung ergänzt werden.

Demnächst sollen die beiden Ortsbeiräte Fasanenhof und Wolfsanger in einer gemeinsamen Sitzung über das Vorhaben beraten, für das sich auch der Seniorenbeirat der Stadt Kassel interessiert.

Seit einem halben Jahr sei man mit den Constantin-Eigentümern im Gespräch, habe ihnen die Pläne vorgestellt, ausführlich diskutiert und den Wünschen der Eigentümer folgend Zugeständnisse gegenüber der ursprünglichen Planung gemacht, erklärt GNH-Chef Honsel: „Wir hoffen, dass sie nun ihre Zustimmung geben und damit dieses zukunftsweisende Vorhaben ermöglichen“.

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