Alkoholkontrollen: Polizei stoppte 758 Fahrzeuge

Alkohol an Fasching: Zwei Führerscheine weg

Kassel. Bei Alkoholkontrollen während des Karnevals hat die Polizei in Stadt und Landkreis Kassel insgesamt 887 Personen überprüft und 758 Fahrzeuge gestoppt.

Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner mussten 176 Personen eine Atemalkohol-test und 18 Personen einen Drogenvortest machen. Das führte zu vier Anzeige, die im Zusammenhang mit Alkoholkonsum standen und einer Straftat, bei der der Fahrer Betäubungsmittel genommen haben soll.

Nur auf Probe

Insgesamt wurden zwei Führerscheine sichergestellten, in einem Fall wurde die Prüfungsbescheinigung eines 17-Jährigen eingezogen, der eigentlich nur in Begleitung eines Mitfahrers fahren durfte und zu dem mit Alkohol am Steuer unterwegs war, sagt der Polizeisprecher.

Der 17-jährige Autofahrer war am Sonntagmorgen gegen kurz vor vier Uhr bei einer Verkehrskontrolle an der Holländischen Straße angehalten worden. Laut Atemalkoholtest hatte er den Wagen mit 1,21 Promille gesteuert. Den jungen Autofahrer, für den die 0,0 Promillegrenze gilt, erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkohol- beziehungsweise Drogeneinflusses und ein Ordnungswidrigkeitverfahren wegen Fahrens ohne Begleitperson, das ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro und einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei vorsieht.

1,84 Promille

Ebenfalls auf seinen Führerschein muss zukünftig ein 27-Jähriger aus Warburg verzichten. Er war am Rosenmontag gegen 21 Uhr auf der Holländischen Straße mit 1,84 Promille Alkohol im Blut in Richtung Heimat unterwegs.

Die Beamten des Polizeireviers Kassel Ost mussten am frühen Samstagmorgen gegen 5.10 Uhr einen 24-jährigen Autofahrer aus Kassel, der auf der Sandershäuser Straße unterwegs war, die Weiterfahrt untersagen. „Er hatte offensichtlich Drogen konsumiert“, sagt Werner. Ein Testergebnis liege noch nicht vor, deshalb durfte der Mann seinen Führerschein vorerst behalten.

„Leichter Rückgang“

Auch wenn sich insgesamt wieder ein leichter Rückgang der Drogen- und Alkoholfahrten zum vergangenen Jahr zeigte und in den Köpfen vieler Fahrer bereits ein Umdenken stattgefunden habe, so Werner, „gilt es weiterhin, wachsam zu sein.“ Deshalb werde die nordhessische Polizei auch in Zukunft - und das nicht nur zur Karnevalszeit - entsprechende Kontrollen machen. (use)

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