Schwerpunkt: Maschinenbau

Fast 90 Aussteller bei der 2. Industriemesse Nordhessen

Messerundgang: Onur Kayhan (rechts) vom Fuldabrücker Schweißtechnik-Spezialisten Heidenbluth erklärt (von links) Elke Jost, Michael Dietzsch und Sybille von Obernitz (beide IHK), Holger Schach und Petra Ziegler (Veranstalter) einen Schweißroboter. Fotos: Koch

Vor zwei Jahren fand die 1. Industriemesse Nordhessen statt. Die Aussteller- und Besucherresonanz war so gut, dass der damalige Veranstalter eine Neuauflage versprach.

Und die läuft seit Mittwoch. Die Leistungsschau mit dem Schwerpunkt Anlagen- und Maschinenbau, Metallbearbeitung, Messtechnik und Arbeitsschutz ist heute noch von 9 bis 16.30 Uhr in den Messehallen zu sehen. Die Tageskarte kostet 15 Euro. Fast 90 Unternehmen aus der Region, aber auch aus anderen Landesteilen stellen sich dort vor.

2015 zählte die Fachmesse 2000 Besucher. Eine Zahl, die der Veranstalter, der Münchner Carl Hanser Verlag, auch in diesem Jahr wieder anpeilt. Unterstützt wird die Messe von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg, dem Regionalmanagement Nordhessen, der Wirtschaftsförderung Kassel und dem Unternehmensnetzwerk „DieMaschinenbauPartner“.

Für dessen Vorsitzenden, Dr. Christoph Pohl, ist die Teilnahme ein Muss. „Die Messe ist ein idealer Ort für die Imagepflege und zum Kontakte knüpfen“, sagt Pohl, der am Gemeinschaftsstand auch sein eigenes Unternehmen, die eta/opt GmbH präsentiert. Die junge Uni-Ausgründung und Siegerin im Gründerwettbewerb Promotion Nordhessen stellt Hebevorrichtungen für industrielle Anwendungen her, die nicht mit herkömmlicher Druckluft-, sondern mit Energie sparender Vakuumtechnik arbeitet.

Präsenz zeigen will auch der Autozulieferer Friedrich aus Liebenau-Lamerden. Der Chef der Spezialgießerei, Knut Friedrich, hofft, neue Kunden zu gewinnen. „Die Messe bietet eine gute Möglichkeit, Geschäfte anzubahnen“, sagt er. Eröffnet wurde sie mit einem Rundgang, an dem auch IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz und Regionalmanager Holger Schach teilnahmen.

Von Obernitz verwies auf die besondere Bedeutung des verarbeitenden Gewerbes in der Region. Es beschäftigt ein Drittel aller Arbeitnehmer. Zum Vergleich: In Hessen bringt es die Industrie auf 24 und im dienstleistungslastigen Frankfurt sogar auf nur 16 Prozent. Insofern spiele die fortschreitende Digitalisierung in Nordhessen eine besonders wichtige Rolle. Sie sei neben dem Fachkräftemangel das zentrale Thema der Kammer.

Schach bezeichnete die Messe als Schaufenster und wichtige Plattform für die Präsentation der heimischen Industrie und deren Kompetenz und Innovastionskraft. Dass die EU Nordhessen zu einer der dynamischsten Regionen in Europa gekürt hat, führt Schach auf die innovativen Unternehmen, deren Vernetzung einen funktionierenden Wissenstransfer zurück.

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