CDU und FDP: Beim Sozialkonzern AKGG hat die Aufsicht versagt

Kassel. Die CDU-Fraktion im Kasseler Rathaus fordert Aufklärung darüber, ob von der Pleite des Arbeitskreises Gemeindenahe Gesundheitsversorgung (AKGG) auch städtische Finanzmittel betroffen sind.

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Der Sozialkonzern habe sechsstellige Zuschussbeträge von der Stadt erhalten, sagte Fraktionschef Dr. Norbert Wett. Im Zusammenhang mit der Pleite müssten auch „die persönlichen Verantwortlichkeiten lückenlos dargelegt werden“.

Wett sagte, der SPD-Unterbezirksgeschäftsführer Norbert Sprafke hätte als Aufsichtsratsvorsitzender des AKGG „zumindest davon wissen können, dass dort wesentliche Dinge nicht korrekt laufen“. Es genüge der CDU nicht, dass Sprafke von den Machenschaften des ehemaligen AKGG-Geschäftsführers nichts gewusst haben will: „Als Aufsichtsrat sollten ihm seine Pflichten schon bekannt sein.“

Auch die FDP übt scharfe Kritik an der Wahrnehmung der Aufsicht beim AKGG. „Wenn nach Aussagen von Herrn Sprafke der Aufsichtsrat nicht das operative Geschäft kontrolliert, dann fragen wir uns, als was sich die Mitglieder verstanden haben“, sagt Thorsten Burmeister, wirtschaftspolitischer Sprecher der Liberalen. Er frage sich, ob Aufsichtsratsmandate in Kasseler Betrieben von der SPD eher als „Versorgungsposten“ verstanden würden. Wirtschaftlicher Sachverstand sei offenbar keine notwendige Voraussetzung, ein solches Amt zu übernehmen. (asz)

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