1. Startseite
  2. Kassel

FDP Kassel will Gendern abschaffen - und muss dafür gendern

Erstellt:

Von: Christoph Sahler

Kommentare

Die FDP Kassel hat einen Antrag gegen das Gendern eingereicht. Über die Forderung soll auf dem Landesparteitag in Wetzlar abgestimmt werden.

Kassel/Wetzlar - Wenn sich die FDP-Delegierten am Wochenende des 3. und 4. Juni in Wetzlar zu ihrem Landesparteitag treffen, werden sie über einen Antrag des Kasseler Stadtverbandes abstimmen müssen, der das Gendern verbieten will. Oder wie es die selbsternannte Partei der Freiheit formuliert: „Wir fordern insbesondere öffentliche Einrichtungen und Institutionen wie Schulen, Universitäten, Verwaltungen und Anstalten des Öffentlichen Rechts sowie andere auf, die gültigen Regeln der Rechtschreibung und Grammatik umzusetzen, ohne Schreibweisen mit sogenannten ,Gendersternchen‘ oder ,Gendergap‘.“ Das geht aus einem Bericht der Bild hervor.

Die Nordhessen treten in ihrer Formulierung als Hüter des Deutschen auf: „Die Freien Demokraten wollen die deutsche Sprache schützen und fordern ein, weder Zeitgeist noch politischen Einfluss zur Grundlage für die Weiterentwicklung der deutschen Sprache zu machen.“ Dabei verändert sich Sprache seit Jahrtausenden stets durch den Zeitgeist ihrer Epoche.

Matthias Nölke FDP
Matthias Nölke, FDP. © Privat

FDP Kassel will das Gendern abschaffen - Abstimmung auf Landesparteitag in Wetzlar

In diesem einen Punkt aber, besteht die Kasseler FDP um ihren Fraktionsvorsitzenden Matthias Nölke aber darauf, dass alles so bleibt wie ist und wie es in Lehrbüchern zur aktuell geltenden Grammatik des Deutschen festgeschrieben steht.

Im Vorfeld zum Parteitag gab es nur einen Haken: Das Computerprogramm der FDP ist dem Zeitgeist bereits gefolgt und sieht vor, dass Anträge zu Parteitagen gegendert werden. Deshalb mussten die Kassler ihre Forderung als „Antragsteller*in“ für Wetzlar vorlegen. (csa)

Auch interessant

Kommentare