Am 11. Oktober wird die Goethestraße offiziell freigegeben

Feinschliff für den Boulevard auf der Goethestraße

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Ausruhen und schauen: Architekt Andreas Schmidt-Maas genießt den Blick auf den fast fertigen Boulevard und die schönen alten Häuser.

Kassel. Architekt Andreas Schmidt-Maas sitzt unter einem der großen Bäume schon einmal Probe auf dem neuen Boulevard auf der Goethestraße. Landschaftsgärtner und Bauarbeiter haben zum Endspurt angesetzt, um seine Pläne bis ins kleinste Detail umzusetzen.

Am 11. Oktober wird die umgestaltete Goethestraße offiziell freigegeben. Die Anlieger planen aus diesem Anlass ein Fest mit Live-Musik, Filmvorführungen und anderen Aktionen.

Blick auf das ehemalige Finanzamt in der Goethestraße 42-43: Das 1914 erbaute Gebäude ist im Begriff, zum zweiten Kasseler Justizzentrum zu werden. Foto:  Malmus

Aus zwei, durch einen Grünstreifen getrennte Fahrspuren sind nun klar begrenzte Bereiche für den Verkehr und Fußgänger entstanden. So teilen sich Autos und Straßenbahnen einen Fahrstreifen und der Grünstreifen trennt nun auch die Parkplätze vom breiten Boulevard. Hecken, die voraussichtlich im November gepflanzt werden, sollen beide Bereiche optisch noch mehr voneinander trennen.

Außerdem sind weitere Bänke zum Verweilen und Wackeltiere als Spielgeräte für Kinder geplant, erläutert Schmidt-Maas vom Kasseler Planungsbüro PLF.

Der dem Straßenverkehr entrungene neue Platz an der Kreuzung Goethe-/Germania- und Olgastraße soll ebenfalls bald zum Verweilen einladen. Abgegrenzt durch Heckenblöcke und Steinquader soll hier eine geschlossene Anlage entstehen. Eine grün leuchtende, 7,50 Meter hohe Lichtstele soll den Platz krönen und in einer Blickachse zum Herkules bilden, der vom Boulevard aus gut zu sehen ist. Auch der Fahrradweg erhält derzeit den letzten Feinschliff.

Großzügige Promenade: Rollrasen, Hecken, weitere Bänke und Spielgeräte sollen das Bild abrunden.

Langsam können auch die durch die Baurabeiten belasteten Anwohner wieder aufatmen. Man habe sich um einen sehr engen Kontakt mit den Anliegern bemüht, sagt der Architekt. Und er lobt die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Es ist sehr rund gelaufen und hat sehr viel Spaß gemacht.“

Die Qualität der Straße wurde um ein Vielfaches gesteigert“, sagt Ortsvorsteher Steffen Müller (Grüne). Schon jetzt nutzten Kinder den Boulevard zum Federballspielen oder Dreiradfahren. Auch könne er sich vorstellen, dass bald noch mehr Geschäfte an die nun breite Promenade ziehen. Müller: „Und die Friedrich-Ebert-Straße soll genauso schön werden.“

Von Martina Heise-Thonicke

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