11,6 Hektar Land

Harleshausen: 120 Baugrundstücke bilden neue Ökosiedlung

Hier wird in Zukunft gebaut: Früher waren die Flächen für das neue Baugebiet an der Straße Zum Feldlager teilweise Felder der Versuchsanstalt. Archivfoto: Herzog

Harleshausen. Im Gespräch ist das Thema schon seit Jahren - jetzt werden die Pläne für das Neubaugebiet Zum Feldlager in Harleshausen konkret. Auf einer Fläche von 11,6 Hektar (circa 20 Fußballfelder) entsteht im Osten des Stadtteils Bauland für insgesamt 120 Grundstücke.

Wenn dort nach Auskunft von Heinz Spangenberg, dem Leiter des städtischen Amts für Stadtplanung und Bauaufsicht, ab 2014 gebaut wird, entstehen hier voraussichtlich 140 neue Wohneinheiten für 250 bis 300 Menschen.

Vor zwei Jahren waren schon einmal Rathausvertreter zur Ortsbeiratssitzung gekommen, um die Pläne für das Feldlager vorzustellen. Die augenfälligste Veränderung seitdem: Dieses Mal wird die Planung für das gesamte Gebiet zwischen den Straßen An den Niederwiesen und Niederfeldstraße in einem Entwurf entstehen. Zuletzt war eine Entwicklung in zwei Etappen geplant. Als Grund für die kompakte Planung nannte Spangenberg die starke Nachfrage an Wohnland in der Stadt.

Zwei Aspekte rückten er, seine Kollegin Petra Gerhold und der beauftragte Architekt Michael Linker bei der Vorstellung der Entwürfe in den Vordergrund. „Wir wollen an dieser Stelle nachhaltiges Bauland schaffen“, sagte Gerhold. Energieeffizienz sei das vornehmliche Ziel. Außerdem werde ein Gebiet für Baugemeinschaften entstehen. „Wir werden auf eine gute Mischung achten.“ Es werde Wohnraum für junge Familien und Ältere, für jeden Geldbeutel und jedes Alter, entstehen. Das Quartier soll flexibel für verschiedene Nutzungen entwickelt werden, sodass innerhalb des Gebiets bequem umgezogen werden kann. Im Innenbereich sind Anliegerstraßen vorgesehen. Die Erschließung erfolgt von der Wolfhager Straße aus. Wert werde auf die Aufenthaltsqualität im Quartier gelegt.

Da es sich um einen klimatisch empfindlichen Bereich mit einem für die Stadt wichtigen Kaltluftzug handelt, achte man bei der Bebauung auf die Stellung der Gebäude sowie darauf Höhe und Dichte zu begrenzen. Es wird Hausgruppen und Kettenhäuser geben.

Zu den Grundstückspreisen wollte Spangenberg noch keine Angaben machen. Daraufhin benannte Ortsbeiratsmitglied Andreas Ernst (FDP) die aktuellen Richtwerte, die nach seinen Angaben zwischen 140 und 180 Euro pro Quadratemeter liegen.

Ab 2014 wird die Stadt die Flächen vermarkten. Der überwiegende Teil befindet sich noch in Privatbesitz und wird im Rahmen eines Umlegungsverfahrens getauscht oder finanziell ausgeglichen.

Die Fachleute betonten, dass es sich um erste Entwürfe für das Baugebiet handelt. Bürgerbeteiligung sei erwünscht. Für die Gestaltung der öffentlichen Flächen werde demnächst ein Workshop angeboten.

Infos: Amt für Stadtplanung und Bauaufsicht, Tel. 7 87 21 05.

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