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Feriengäste sparen in Nordhessen jetzt mit dem Handy

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Von: Axel Schwarz

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Jetzt auch digital als Web-App: Die Gästekarte „Meine Card Plus“ der Grimm-Heimat Nordhessen wird von teilnehmenden Beherbergungsbetrieben per Umlage finanziert.
Jetzt auch digital als Web-App: Die Gästekarte „Meine Card Plus“ der Grimm-Heimat Nordhessen wird von teilnehmenden Beherbergungsbetrieben per Umlage finanziert. © Axel Schwarz

Die Touristenkarte „Meine Card plus“ der Grimm-Heimat Nordhessen macht 140 Attraktionen sowie die Nutzung des Regionalverkehrs gratis. Jetzt gibt es sie bei teilnehmenden Gastgebern auch in digitaler Version.

Kassel – Vom Spaßbad bis zum Wildpark, vom Museum bis zum Klettergarten: Für Urlaubsgäste in Nordhessen wird ihr Smartphone zum Gratis-Ticket für über 140 regionale Freizeiteinrichtungen sowie zum Freifahrschein für Busse und Bahnen im NVV-Netz. Alle Erlebnisse inklusive – das bieten teilnehmende Gastgeber schon seit 2013 mit der „Meine Card plus“ der Grimm-Heimat Nordhessen. Jetzt ist die Gästekarte auch digital verfügbar.

Das bietet nach Angaben der Verantwortlichen beim Regionalmanagement Nordhessen etliche Vorteile. Hoteliers und Pensionswirte können ihren Gästen das personalisierte Digital-Ticket schon nach der Buchung per Mail zusenden, sodass die Gratisangebote schon bei der Anreise genutzt werden können. Die Touristen wiederum haben sämtliche Angebote auf dem Handy parat, sie können sich per Standorterkennung zu den nächstgelegenen Attraktionen leiten und eine passende NVV-Verbindung dorthin heraussuchen lassen.

Die digitale Gästekarte ist eine sogenannte Web-App, die über den Browser des Handys funktioniert und für die man nichts herunterladen muss. Bereits im Sommer hatte die Stadt Kassel ein gemeinsam mit dem Regionalmanagement entwickeltes Besucherleitsystem vorgestellt. Auf der selben technischen Plattform und aus dem selben Datenbestand gespeist läuft nun auch die Touristenkarte der Grimm-Heimat.

Die hebt sich von anderen regionalen Gästekarten ab, weil sie nicht bloß Eintritts-Rabatte gewährt, sondern sämtliche Attraktionen prinzipiell kostenlos macht. Finanziert wird das durch ein Umlagesystem, es kostet teilnehmende Beherbergungsbetriebe fünf Euro pro Gast, die sie in der Regel auf den Zimmerpreis aufschlagen.

Das rechne sich auch, sagte Hotelier Lukas Frankfurth (Parkhotel Emstaler Höhe, Bad Emstal) im Rahmen der Digitalkarten-Vorstellung. Für viele seiner Gäste sei das Sparpotenzial ein „buchungsentscheidendes Kriterium“ im Vergleich zu anderen Quartieren. In seine Angebote von Wochenend-Pauschalpaketen schreibt Frankfurth etliche Extras als kostenfrei enthalten hinein, für die er in der Praxis so gut wie keinen finanziellen Aufwand hat.

Laut Regionalmanager Kai Georg Bachmann bietet das System „für Gäste und Gastgeber einen echten Mehrwert“, Wo das Urlaubsbudget von Familien in Krisenzeiten knapper wird, sei das ein erheblicher geldwerter Vorteil und „ein Verkaufsargument“ für Gastgeber, sagte Ulrike Remmers, Leiterin des Tourismusbereichs beim Regionalmanagement. Mit der nun auch digital verfügbaren Gästekarte wollen Bachmann und Remmers eine Werbeoffensive starten. um weitere Teilnehmerbetriebe zu gewinnen.

Im jüngsten Vor-Corona-Jahr 2019 ist die Karte laut Projektbetreuer Florian Pötzsch knapp 100.000 Mal ausgestellt und in 150.000 Einsatzfällen genutzt worden. Die meisten der etwa 140 Teilnehmerbetriebe seien in der Ferienregion Waldeck-Frankenberg zwischen Willingen und dem Edersee ansässig. In Kassel sind mit der Karte vor allem kulturelle Angebote nutzbar.

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