Ein ferngesteuertes Zuhause

Städtische Werke präsentieren auf der Herbstausstellung intelligente Technik

Wie energiesparend die neueste Technik wirklich ist, überprüft der Verband der Elektrotechnik (VDE): Hier erklärt Bernd Franke (links) Dennis und Kathrin Harig aus Staufenberg mit Töchterchen Jasmin, wie man mit LED-Technik Geld spart. Fotos: Koch

Kassel. Energie zu sparen, schützt nicht nur das Klima – es spart auch bares Geld. Deshalb sind die Stände des Verbands der Elektrotechnik (VDE) und des Regierungspräsidiums Kassel sowie der Städtischen Werke auf der Herbstausstellung von besonderem Interesse für viele Menschen in der Region.

Der VDE überprüft beispielsweise, ob Energieangaben der Hersteller auch wirklich stimmen. Die EU-Klassifizierung kennt man unter anderem von Waschmaschinen, die von A für eine sehr gute bis G für eine schlechte Energieeffizienz reicht. Die Empfehlung ist eindeutig: „Wer sich heute ein Elektrogerät anschafft, sollte sich eines mit Stufe A aussuchen“, sagt Bernd Franke vom VDE. Das mache sich schon nach kurzer Zeit bezahlt.

Das Regierungspräsidium Kassel ist zuständig, wenn Produkte bereits auf dem Markt sind. Es überprüft neben der vorgeschriebenen Energieeffizienz vor allem Sicherheitsstandards. Laut Mitarbeiter Jürgen Heppe seien qualitativ einwandfreie Produkte etwa an der CE-Kennzeichnung, dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und Kennzeichen von unabhängigen Prüfstellen wie dem VDE erkennbar.

Der VDE unterstützt auch neue, intelligente Technologien fürs Energiesparen, wie sie gerade von den Städtischen Werken in Zusammenarbeit mit Studenten der Uni Kassel entwickelt wurden. „Das Smarthome-System bedeutet, dass die Technik im eigenen Heim miteinander kommuniziert und aus der Ferne gesteuert werden kann“, erklärt Kai Brunning, Projektleiter für die neuen Smarthome-Produkte. Ausgestattet mit Thermostaten, lässt sich per Computer, Smartphone oder Tablet etwa die Heizung regulieren, damit es nur wohlig warm ist, wenn auch wirklich jemand zu Hause ist.

Die Smarthome-Technik der Städtischen Werke ist zwar bereits marktreif. Doch um zu zeigen, wie viel Energie sich wirklich einsparen lässt – laut Brunning bis zu 30 Prozent der Heizkosten –, suchen die Städtischen Werke eine offene und technikbegeisterte Testfamilie, die ein Jahr lang kostenlos mit der Smarthome-Technik ausgestattet wird. Ein Energieberater wird vorab die Stromfresser im Haus aufdecken, im Internet werden die Städtischen Werke dann über die Erfahrungen der Familie berichten.

Bewerbungen an Smarthome-familie@sw-kassel.de

Von Sina Beutner

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