Herkules feierte seinen 293. Geburtstag

293. Geburtstag des Herkules: Zum Fest gab es Wassermusik

Wasserfall im Blick: Viele hundert Gäste waren gekommen, um die historische Beleuchtung zu sehen.

Kassel. Schnickschnack gab es nicht, dafür Naturerlebnis pur. Es war eine Geburtstagsparty, wie sie dem raubeinigen Herkules, dem antiken Helden und Sohn des Zeus, gefallen hätte: Mächtige dunkle Wolken zogen in schnellem Wechsel über das Oktogon, um hin und wieder die Sicht auf Flecken blauen Himmels freizugeben.

Zusammen mit dem Kaskaden-Gebirge, das sich von der Neptun-Grotte bis zur Herkules-Statue aufwärts türmt, bot der Himmel am Samstag die angemessene Kulisse. Passend dazu gab’s rustikale Beleuchtung mit Fackeln.

Der Verein Bürger für das Welterbe hatte ans Neptun-Bassin zum 293. Geburtstag des Kasseler Wahrzeichens eingeladen. Und viele hundert - zum Schluss, als das Wasser die Kaskaden herunterlief, waren es gut tausend - Gäste kamen. Zünftig ausgestattet mit Wanderschuhen, wetterfester Kleidung und Klappstühlen.

Herkulesfest bei Wassermusik und Fackelschein

 © HNA/Koch
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„Der Herkules feiert am heutigen 17. Juli seinen Geburtstag, obwohl seine metallene Geburtsurkunde den 30. November 1717 als Tag seiner Vollendung nennt“, erklärte Welterbe-Vereinsvorsitzender Hardy Fischer. „Wir machen das wie die Queen und feiern im Sommer.“ Für Feierlichkeiten unter freiem Himmel eigne sich ein Sommerabend einfach besser. Es war eine gelungene Premiere. „Was für eine nette Atmosphäre“, schwärmte Gisela Dannemann aus Kassel und lauschte dem Serenadenkonzert, dargeboten vom Bläserensemble Kassel Brass. „So schöne Musik in so toller Atmosphäre bekommt man nicht oft geboten“, sagte auch Marianne Sievers. Unter anderem wurde Georg Friedrich Händels Wassermusik gespielt. Die war stilecht genau am 17. Juli 1717 in London uraufgeführt worden.

Ungezwungen lauschten die Gäste auch den Textdarbietungen und Vorträgen oder schlossen sich Yannick Philipp Schwarz bei seinen Führungen zur Wasserkunst entlang der Kaskaden an. Vor allem aber informierten sie sich am Stand des Welterbe-Vereins. Dessen Ziel, die Bewerbung der barocken Wasserkünste als Weltkulturerbe, schreitet in großen Schritten voran. In drei Jahren fällt die Unesco ihre Entscheidung. Vereinsmitglied Dr. Gisela Wiegand: „Jetzt ist die Welterbe-Idee auch in der Bevölkerung angekommen. Es ist schön zu sehen, wie positiv die Kasseler reagieren.“

Infos: www.welterbe-kassel.de und www.hna.de/wiki, ein Spezial zur Welterbebewerbung: www.hna.de/weltkulturerbe. Mehr Fotos vom Fest: www.hna.de/foto

Von Christina Hein

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