Kasseler Anbieter Stattauto und Scouter wachsen – Stadt weist Flächen aus

Ab sofort feste Stellplätze in Kassel für Carsharing: Nutzerzahlen steigen

Feste Stellplätze: An der Kölnische Straße sind gegenüber der Albert-Schweitzer-Schule die beiden ersten öffentlichen Stellplätze für die Carsharing-Anbieter Stattauto und Scouter eingerichtet worden. Unser
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Feste Stellplätze: An der Kölnische Straße sind gegenüber der Albert-Schweitzer-Schule die beiden ersten öffentlichen Stellplätze für die Carsharing-Anbieter Stattauto und Scouter eingerichtet worden. Unser

Die Zahl der Menschen, die sich in Kassel ein Auto teilen, steigt. Mit Stattauto und Scouter gibt es zwei Carsharing-Anbieter in der Stadt, die beide einen wachsenden Kundenstamm verzeichnen. Um dem Trend gerecht zu werden, weist die Stadt nun feste Stellplätze für die Carsharing-Fahrzeuge aus.

Kassel - Die ersten beiden Flächen sind an der Kölnischen Straße entstanden, weitere sind an der Goethestraße geplant.

Bislang standen die Carsharing-Nutzer in einigen Stadtteilen mitunter vor einem Problem. Gerade in dicht besiedelten Wohnlagen wie dem Vorderen Westen mussten sie oft lange nach einem freien Parkplatz suchen, auf dem sie das Auto nach der Nutzung abstellen konnten.

„Wir haben zwar auch einige angemietete Stellplätze, aber häufig werden die Fahrzeuge auch auf von uns vorgegebenen öffentlichen Flächen abgestellt. Früher war das in Kassel auch nie ein Problem. Aber das hat sich geändert“, sagt Walter Köhler, Geschäftsführer von Stattauto. Am Standort an der Goethestraße beispielsweise würden die Fahrzeuge auf öffentlichen Parkplätze abgestellt. Für die Nutzer bedeute das, dass sie mitunter eine Weile suchen müssten, um den genauen Standort zu finden.

Umso mehr freut sich Köhler, dass es durch eine Novelle der Straßenverkehrsordnung für die Kommunen möglich geworden ist, spezielle Carsharing-Parkplätze auszuweisen. Das Straßenverkehrsamt will stationsbasiertes Carsharing fördern, um so mehr Menschen dazu zu bewegen, auf ein eigenes Auto zu verzichten.

Stellplätze ausgeschildert: Nur für Scouter und Stattauto bestimmt.

„Im Unterschied zu Mietwagen sind unsere Autos rund um die Uhr spontan verfügbar“, sagt Köhler. 50 Prozent der Nutzungen würden ohne vorherige Reservierung erfolgen. Um diesem Umstand gerecht zu werden, brauche es verlässliche Abhol- und Rückgabestationen im wohnortnahen Umfeld.

Die Nutzerzahl ist bei Stattauto in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Sie liegt aktuell bei 2800 Kunden. 80 Fahrzeuge hat Stattauto im Fuhrpark. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei Scouter. Aktuell zählt der Anbieter 1330 Kunden. Der Zuwachs des Kundenstamms lag laut einer Sprecherin vergangenes Jahr bei 12,5 Prozent. Coronabedingt habe es 2020 aber einen Auslastungsrückgang um 16,5 Prozent gegeben. 36 Autos umfasst der Fuhrpark.

Zweiter Kasseler Anbieter: Scouter nutzen bislang mehr als 1300 Kasseler.

Ziel von Scouter sei es, die noch bestehenden Lücken im Kasseler Carsharing-Netz zu schließen. Häufig bestünden diese in Bereichen mit hohem Parkdruck. Genau wie bei Stattauto besteht das Scouter-Stationsnetz aus fest angemieteten privaten Stellplätzen und öffentlichen Parkflächen. „Wir freuen uns, wenn die Stadt die Vergabe von öffentlichen Parkplätzen weiter ausbaut“, so die Sprecherin. Genau dies will die Stadt in den nächsten Jahren auch tun. (Bastian Ludwig)

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