Bauarbeiten am Auedamm kommen langsam voran - ab September Führungen

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Aufwendige Arbeit: Die 180 Meter lange und 35 Meter breite Bodenplatte für das neue Auebad entsteht in mehreren Schichten.

Kassel. Noch drehen sich die Kräne über der Baustelle an der Fulda. Spaziergänger können von der Schwimmbadbrücke aber schon mal einen Blick auf das neue Auebad werfen.

Seit ein paar Tagen zeigt ein großes Schild, wie sich das kombinierte Hallen- und Freibad aus diesem Blickwinkel präsentieren wird.

Doch noch ist von dem Neubau nicht viel zu sehen. Noch arbeiten die Bauarbeiter an der Bodenplatte, die mit einer Länge von 180 Metern gigantische Ausmaße hat und in mehreren Schichten entsteht. 2500 Kubikmeter Beton werden verbaut - das entspricht ungefähr dem Inhalt von 14 000 Badewannen. Etwa achtmal so viel Erde war für die Baugrube ausgehoben worden. Die Arbeiten an der wasserdichten Sohle werden laut Architektin Claudia Behmer von der Bau- und Verkehrsconsulting KVC bis Mitte September dauern. Dabei werden auch Blitzschutz- und Entwässerungsleitungen verlegt.

Sechs Brunnen

Wenn die Bodenplatte fertig ist, geht’s nach oben. Dann werden auch deutlich mehr Arbeiter auf der Baustelle sein. Zurzeit sind dort etwa 20 Mitarbeiter der Firma Schick aus Bad Kissingen, die den Rohbau hochzieht, im Einsatz. Im März nächsten Jahres soll das Kellergeschoss samt Decke fertig sein. 670 acht bis zehn Meter tiefe Bohrpfähle sorgen für eine feste Verankerung des lang gestreckten Bauwerks im Boden. Noch sorgen sechs Brunnen dafür, dass das Grundwasser die Bodenplatte nicht nach oben drückt. Pro Tag werden 20 bis 30 Kubikmeter in ein Auffangbecken gepumpt, gefiltert und in die Fulda geleitet. „Die Brunnen schaffen das ganz gut“, sagt die Architektin.

Die Arbeiten liegen nach ihren Angaben im Zeitplan. Im Frühjahr 2013 soll das Kombibad am Auedamm fertig sein. Länger als gedacht habe lediglich der Einsatz des Kampfmittelräumdienstes gedauert, der das Gelände durchkämmte und dabei etliche Brandbomben sowie eine Fünf-Zentner-Bombe zutage förderte. An den Baukosten von 30 Millionen Euro habe sich nichts geändert. „Es ist alles im grünen Bereich“, sagt die Architektin. Das gelte auch für die Gründungskosten. Bis auf den Stahlbau sei bereits fast alles ausgeschrieben - europaweit. 215 Tonnen Stahl werden für das Auebad verbaut.

Wegen ihrer Lage in einem Landschaftsschutzgebiet muss die Baustelle auch aus ökologischer Sicht überwacht werden. Damit wurden laut Behmer zwei externe Büros beauftragt. So wurden zum Schutz der Kastanien am Auedamm, die bei Bedarf auch gewässert werden, weitere Bauzäune aufgestellt. Die Zäune sollen auch Tiere davon abhalten, sich auf dem Gelände einzunisten.

Führungen über die Baustelle

Ab September werden auf der Baustelle für das neue Auebad an der Fulda auch Führungen angeboten. Fachleute informieren dabei über den Bauablauf. Die Führungen sollen an jedem ersten Mittwoch in den Monaten September, Dezember, März und Juni ab 16.30 Uhr stattfinden. Außerdem soll in der nächsten Woche die seit längerem angekündigte Baustellen-Webcam in Betrieb gehen. Die Bilder, die sie aufnimmt, werden auf der Homepage der Städtischen Werke gezeigt, die Bauherr ist. (els) www.sw-kassel.de

Mehr zum Auebad unter

www.hna.de/wiki

Von Ellen Schwaab

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