Feuer am Bleichenweg:  Neun Menschen über Leitern gerettet

Kassel. Zu einem Zimmerbrand ist die Feuerwehr am Dienstag gegen 0.30 Uhr an den Kasseler Bleichenweg ausgerückt. Betroffen war ein Appartment im zweiten Stock. Neun Menschen konnten ihre Wohnungen wegen des Rauchs nicht mehr über die Flure verlassen.

Die Feuerwehr rettete sie über Leitern. Dafür kamen eine Drehleiter sowie eine Steckleiter  zum Einsatz.

Aktualisiert um 10.50 Uhr

Da sich im Gebäude Einzimmer-Appartements befinden, gestaltete sich das Finden der brennenden Wohnung schwierig, weil die Feuerwehr viele Türen kontrollieren musste. Nachdem der Brandherd gefunden war, stand dem schnellen Löschen nichts mehr im Weg.

Bilder vom Rettungseinsatz

Feuer im Kasseler Bleichenweg

Ein 56-jähriger Bewohner erlitt Brandverletzungen und eine leichte Rauchgasvergiftung. Er wurde stationär in ein Kasseler Krankenhaus eingeliefert, wo er voraussichtlich aber nur einen Tag zur Weiterbehandlung und Beobachtung bleiben muss. Ein zweiter Hausbewohner wurde auch mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der ebenfalls 56-Jährige konnte aber bereits am frühen Dienstagmorgen wieder nach Hause entlassen werden.  Zehn weitere Bewohner wurden ambulant behandelt.

Wie der 56-jährige Bewohner des Appartements den Rettungskräften und später auch den Ermittlern des Kriminaldauerdienstes gegenüber angab, war er wohl alkoholisiert mit einer brennenden Zigarette auf der Couch liegend in seinem Einzimmer-Appartement eingeschlafen. Als die auf der Couch liegenden Kissen und Decken Feuer fingen, wachte der 56-Jährige auf und lief aus der Wohnung. Ein Nachbar alarmierte die Feuerwehr und versorgte den Verletzten.

Insgesamt mussten in Folge des Brandes nach den bisherigen Erkenntnissen 30 Personen kurzzeitig aus dem Mehrparteienhaus evakuiert werden. Bis auf zwei Personen, die für den Rest der Nacht bei Freunden schlafen wollten, kehrten alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurück.

Insgesamt kamen 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatz. Die Ermittlungen wegen Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung werden vom K 11 der Kasseler Kripo geführt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 30.000 Euro.

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