Defekt an Toaster könnte Ursache sein

Weinberg: Feuer im Senioren-Wohnsitz - 89-Jährige in Krankenhaus

Kassel. Großeinsatz der Feuerwehr am Sonntagabend im Wohnstift am Kasseler Weinberg: In einer Wohnung im siebten Stock war ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohnerin des Appartements musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Aktualisiert am 9.6.2014 um 9 Uhr.

Wie schwer sie verletzt wurde, stand nach Auskunft des Einsatzleiters der Feuerwehr am Sonntagabend nicht fest. Es bestand der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Laut Polizei liegt die Vermutung nahe, dass sich das Feuer entwickelte, weil es einen technischen Defekt an einem Toaster gab. Für den Zeitraum der Lösch- und Rettungsarbeiten wurde die Straße Am Weinberg gesperrt.

Die Rauchentwicklung durch den Brand war so stark, dass Bewohner des siebten und achten Stocks des Wohnstifts evakuiert werden mussten. Es handelt sich um insgesamt elf Personen. Ihnen stand der Schreck ins Gesicht geschrieben. Die betagten Menschen wurden von der Feuerwehr und von anderen Helfern betreut, bekamen zunächst einmal Mineralwasser. Laut Polizeibericht  wurden sie in anderen Gebäudeteilen der Wohnanlage untergebracht. Der Schaden soll bei mehr als 20.000 Euro liegen.

Barbara Hakert wohnt unmittelbar neben dem Appartement, in dem dass Feuer ausbrach. Ihre größte Sorge: Sie wollte gerade mit ihrer Tochter telefonieren, die von einer Reise zurückgekommen war und landete: „Die macht sich jetzt sicher Sorgen, wenn sie mich nicht erreicht.“

Auch Klaus Henning (82) erwartete einen wichtigen Anruf: „Jetzt liegt mein Handy oben auf dem Tisch, und ich komme nicht ran.“ Er habe den Hausalarm gehört, berichtet der Mann, „und dann war auch schon die Feuerwehr da“.

Margot Pfeiffers Wohnung liegt Richtung Weinberg: „Zuerst habe ich die Signalhörner gehört, dann sah ich die Feuerwehr, und erst dann bemerkte ich den Rauch.“

Bilder vom Einsatz der Feuerwehr

Feuerwehreinsatz im Wohnstift am Weinberg

Sorgen machen sich die Senioren auch um ihre Mitbewohnerin, die sie alle kannten und die jetzt im Krankenhaus liegt: „Hoffentlich geht es ihr gut.“

Von Frank Thonicke

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