Gesamtvolumen jetzt 15,6 Millionen Euro – Sanierung der Altbauten ab April – Fertigstellung Ende 2013

Feuerwache kostet 1,2 Mio. mehr

Modern und leistungsfähig präsentiert sich der Neubau der Feuerwache an der Wolfhager Straße/Ecke Gießbergstraße: Gekostet hat er 8,3 Millionen Euro, 700 000 Euro mehr als zunächst veranschlagt. Untergebracht sind eine Fahrzeughalle, der Rettungsdienst, die Abteilung Technik, eine Werkstatt und – im Obergeschoss – die Abteilung Vorbeugender Brandschutz, die zuvor in der Feuerwache II an der Heinrich-Schütz-Allee 60 untergebracht war. Foto: Koch

Kassel. Um 1,2 Millionen Euro teurer als zunächst veranschlagt wird die Sanierung der Feuerwache an der Wolfhager Straße. Gingen erste Kalkulationen aus dem Jahr 2009 noch von rund 14,4 Millionen Euro aus, wird das komplette Vorhaben nun 15,6 Millionen Euro kosten.

700 000 Euro Mehrkosten verursachte allein der Neubau mit Fahrzeughalle und Bürotrakt an der Gießbergstraße. Der jetzt 8,3 Millionen Euro teure Neubau ist inzwischen fertiggestellt. Kostenzuwächse stellten sich ein, nachdem Schwierigkeiten bei der Vorbereitung des Baugrunds aufgetreten waren. Zudem schlugen planerische Nachbesserungen mit Blick auf das Gesamtvorhaben mit weiteren 500 000 Euro zu Buche.

Ab 2011 genauer geplant

„Aus dieser Erkenntnis heraus wurde nach Mai 2011 für die Sanierung der verbliebenen Altbauten der Wache eine deutlich genauere Bau-, Ausführungs- und Ausschreibungsplanung angestoßen, um vor unliebsamen Nachträgen sicher zu sein“, sagt Hans-Joachim Neukäter, Leiter des städtischen Amtes für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung. Mittel seien daraufhin angepasst und in die Jahreshaushalte 2011 bis 2013 eingestellt worden – rund 5,5 Millionen Euro für die Sanierung der Altbauten. Für den Neubau an der Gießbergstraße waren bereits in den Jahren 2009 und 2010 4,1 Millionen Euro bereitgestellt worden. Somit wird sich die Stadt Kassel nun mit 9,6 Millionen Euro an der kompletten Modernisierung der Feuerwache beteiligen. Der Rest – immerhin noch 6 Millionen Euro – kommt aus dem Konjunkturpaket von Bund und Land.

Im April werde nun mit der Kernsanierung der Altbauten aus den späten 1950er-Jahren entlang der Wolfhager Straße und der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße begonnen – „in zwei Schritten“, wie Neukäter ankündigt. „Die Angebote aus den Ausschreibungen werden aktuell geprüft, die Finanzierung steht“, Kosten: 7,3 Millionen Euro.

Saniert werde zunächst bis Ende 2012 der Gebäudeteil an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße (Westtrakt), „bei vollem Betrieb der Feuerwache“, wie Neukäter betont.

Ende 2012 Westtrakt fertig

So seien bereits sämtliche Abteilungen aus dem Westtrakt in die übrigen Gebäudeteile umgezogen. Ist der Westtrakt fertig, ist der Nordteil des Altbaus entlang der Wolfhager Straße an der Reihe, dieser soll dann Ende 2013 fertig werden.

Erst dann wird das Kapitel Feuerwache komplett abgeschlossen sein – gut ein Jahr später als zunächst kalkuliert.

„Die Verzögerung gibt es aus zwei Gründen“, sagt Neukäter. „Zum einen wegen der wesentlich aufwendigeren Bau-, Ausführungs- und Ausschreibungsplanung für die Sanierung der Altbauten, zum anderen wegen der sehr engen Kooperation mit der Feuerwehr, um den laufenden Betrieb der Feuerwache auch während der Bauzeit voll aufrechterhalten zu können.“

Von Boris Naumann

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