Raiffeisenbank Baunatal hofft auf gutes Jahresergebnis, muss aber sparen

Bei Filialen keine Abstriche

Auf Erfolgskurs: Vorstandsmitglied Michael Hohmann (von links), Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Werner Neusel und Raiffeisenbank-Chef Claus-Rüdiger Bauer (rechts) mit Meistertrainer Jürgen Klopp, neuer Markenbotschafter des Genossenschaftsverbands und in der Stadthalle als Pappkamerad dabei. Foto: Jünemann

Baunatal. Obwohl die äußeren Bedingungen das Geschäft zunehmend erschweren, peilt die Raiffeisenbank Baunatal (RBB) zum Jahresende ein positives Ergebnis an. Das war die zentrale Botschaft von Vorstandschef Claus-Rüdiger Bauer am Donnerstagabend während der jährlichen Vertreterversammlung der RBB in der Baunataler Stadthalle. Der Jahresüberschuss soll bei 5,9 Millionen Euro ankommen.

Um die erhofften Resultate zu erreichen, wollen Bauer und sein Vorstandskollege Michael Hohmann allerdings bei den Kosten gegensteuern. Sachausgaben sollen auf den Prüfstand. An der Zahl von 135 Mitarbeitern, so sagte Bauer gegenüber unserer Zeitung, werde jedoch nicht gerüttelt, alle würden gebraucht. Auch die 16 Servicestellen im Geschäftsgebiet, das acht Kommunen umfasst, sollten bleiben.

Vor 380 Gästen prognostizierte Bauer für 2012 eine um zwei Prozent höhere Bilanzsumme von dann 529 Millionen Euro. Die Einlagen sollen um drei Prozent auf 391 Millionen steigen, bei der Summe der Kundenkredite sind 250 Millionen im Blick – ebenfalls ein Zuwachs um drei Prozent. Als Zinsüberschuss werden 12,5 Millionen angestrebt. Die Raiffeisenbank stehe ordentlich da, trotz widriger Umstände „mit guter Ausgangsposition für kommende Herausforderungen“, sagte Bauer. Er verwies auf die starken Regulierungen des Bankensektors durch Brüssel und das Abkommen Basel III. Diese zielten zwar auf die international agierenden Großbanken als Verursacher der Finanzkrise ab. Darunter zu leiden hätten aber vor allem die solide wirtschaftenden regionalen Kreditinstitute, nämlich Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Handicap sind Bauer zufolge ferner die niedrigen Zinsen.

Beibehalten will die RBB ihr soziales Engagement: Eine Viertelmillion Euro schüttete sie 2011 für diesen Zweck aus. 190 von 350 gewählten Delegierten repräsentierten am Donnerstagabend die 18 100 Anteilseigner des genossenschaftlichen Geldhauses. Die Vertreter segneten die gegenüber dem Jahr 2010 (7,2 Prozent) niedrigere Dividende von sechs Prozent einstimmig ab.

Dank an Herbert Krug

Sie beriefen ferner Ellen Frankfurth (Großenritte), Chefin eines Steinmetzbetriebs, und Malermeister Norbert Wicke (Elgershausen), turnusmäßig nach sechs Jahren ausgeschieden, erneut in den zwölfköpfigen Aufsichtsrat. Dessen Vorsitzender Dr. Werner Neusel (Altenbauna) sowie Bankchef Bauer dankten nochmals Herbert Krug (Hertingshausen), der Ende 2010 nach 47 Jahren bei der RBB - 34 davon im Vorstand - ausgeschieden war.

Neben den Vertretern waren ebenso viele Gäste aus dem öffentlichen Leben in die Stadthalle gekommen – Bürgermeister wie Baunatals Rathauschef Manfred Schaub, weitere Kommunalpolitiker und viele Wirtschaftsleute. Denn die jährliche Versammlung der RBB ist immer auch ein gesellschaftliches Ereignis im Geschäftsgebiet von Schauenburg bis Nieste – Finale mit Umtrunk und Imbiss eingeschlossen.

Von Ingrid Jünemann

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