Dreharbeiten in Kassel, Millionenbudget: So soll der neue Göker-Film entstehen

Kassel. Wann soll der Film über den Ex-Versicherungsvertreter Mehmet gedreht werden und wo? Wo wird man ihn sehen können? 

Der Münchner Filmproduzent Christian Becker, Geschäftsführer der Rat Pack Filmproduktion, hat erfolgreiche Filme wie „Bang Boom Bang“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“, „Türkisch für Anfänger“, „Fuck ju Göthe“oder den Winnetou-Dreiteiler, der zu Weihnachten 2016 ausgestrahlt wurde, produziert. Wir sprachen mit ihm über das Projekt, einen Spielfilm über Mehmet Göker zu drehen.

Was fasziniert Sie an der Geschichte?

Christian Becker:Die Geschichte von Mehmet Göker hat alles, was man sich von einer großen Geschichte erhofft: Es ist eine klassische Rise & Fall-Geschichte mit einer starken Hauptfigur, die es von ganz unten nach vermeintlich ganz oben schafft, aber dann alles so übertrieben und größenwahnsinnig wird, dass der Absturz programmiert ist. Dabei fordert die Hauptfigur Mehmet die Zuschauer heraus: Wir wissen nie genau, ob wir ihn bewundern sollen oder nicht und fiebern trotzdem mit ihm mit.

Was wird den Zuschauer im Kino erwarten?

Becker: Wie in „Wolf of Wall Street“ führen die ganzen Exzesse, Verschwendungen und Übertreibungen natürlich zu unglaublichen sowie dadurch auch extrem komischen Szenen. Die Zuschauer werden an einigen Stellen mit offenem Mund im Kino sitzen und nicht glauben, was sie da sehen. Das Faszinierende daran ist, dass alles auf wahren Begebenheiten beruht.

Wann soll das Projekt realisiert werden?

Becker: Der Film ist fest für 2018/2019 eingeplant. Mit dem tollen Drehbuch von Kristl Philippi und Klaus Stern wird die Finanzierung auch kein Problem sein.

Wie teuer wird solch ein Film?

Becker:So ein Projekt fällt auf jeden Fall in den Bereich von mehreren Millionen Euro, da wir es natürlich gerne hochwertig umsetzten und erzählen wollen.

Und wer finanziert das?

Becker:Vorausgesetzt wir verkaufen ihn nicht vorab an einen Sender, so wird der Film hauptsächlich von einem Film-Verleih wie Constantin/ Warner/ Sony oder StudioCanal, Förderinstitutionen, der Bank und der Rat Pack finanziert.

Werden die Dreharbeiten auch in Kassel stattfinden?

Becker: Natürlich, wir haben vor, einen großen Teil an Originalschauplätzen in und um Kassel zu drehen, um möglichst realistisch zu bleiben. Dazu haben wir schon vor einigen Monaten alle Original-Schauplätze besichtigt. Die Geschichte von Mehmet Göker, die ja auch viel über die deutsche Versicherungsbranche erzählt, ist für uns klar hier verortet: Er ist in Kassel aufgewachsen, hat hier seine Firma aufgebaut. Mehmet Göker, der mit seinen Mitarbeitern in Ferraris und Porsches durch Kassel fährt, das eben anders als Frankfurt oder Berlin ist, und seinen Reichtum zelebriert – so was sind für uns starke Bilder, die wir unbedingt zeigen wollen.

Sie haben ja „Fack ju Göthe“ mit Elyas M’Barek produziert. Könnten Sie sich vorstellen, dass er auch in dem Göker-Film die Hauptrolle spielt?

Becker: Es ist noch viel zu früh drüber zu reden, aber natürlich könnten wir uns sehr gut vorstellen bald wieder mit Elyas M’Barek zu drehen. Er ist ein toller Schauspieler, einer unserer größten deutschen Stars, und wir arbeiten immer sehr gerne mit ihm zusammen. Bis wir jedoch das fertige Drehbuch, einen Regisseur und einen avisierten Drehtermin haben sowie ein rundes Projektpaket ist alles andere nur Spekulation.

Welche anderen Schauspieler kämen für die Rolle des Mehmet Göker in Frage?

Becker: In Deutschland haben wir glücklicherweise viele tolle und talentierte Schauspieler, jedoch muss man da noch mal schauen, welche Rollen sich für welche Schauspieler anbieten. Und das wird dann mit dem Regisseur auch noch diskutiert.  

Trailer: Doku über Göker

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