Freikarten für die Eröffnung gibt es online

Kaskade-Wasserspiele laufen schon: So schön ist der umgebaute Filmpalast in Kassel

Saal Neue Kaskade im umgebauten Filmpalast Kassel kurz vor der Wiedereröffnung
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Fast wie früher am Königsplatz: Thomas Fenzl und seine Kollegen testen die Wasserspiele im Kaskade-Saal, der dem legendären Vorbild-Kino nachempfunden wurde.

Für 10 Millionen Euro wurde das Multiplexkino komplett neu gestaltet. Zur Eröffnung am Donnerstag (15. Oktober) kann man sich für einen Film bei freiem Eintritt anmelden.

Kassel – Im neuen Kaskade-Kinosaal rauscht vor der Leinwand schon das Wasser: Das stilgetreu nachempfundene Kasseler Traditionskino, einst am Königsplatz gelegen, ist ein Prunkstück bei der 10 Millionen teuren Generalüberholung des Multiplexkinos Filmpalast. Aber es gibt noch viel mehr zu sehen in den Vorführräumen und Foyers, die wenige Tage vor der Wiedereröffnung am Donnerstag, 15. Oktober, ihren letzten Schliff bekommen.

„Läuft doch alles“ – Thomas Fenzl und seine Kollegen beugen sich in der „Kaskade“ konzentriert über das Ablaufgitter, in dem das nasse Spektakel verschwindet. Wer noch das Vorbild-Kino kennt, muss sich etwas umgewöhnen: Das Wasser steigt nicht wie früher in Fontänen auf, sondern regnet als Wasserfall von der Decke. Dafür kann man auf diesen feuchten Vorhang Bilder und Effekte projizieren, auch einen Erkennungsfilm gibt es dazu mit eigens komponierter Musik.

In den Sesselreihen verstreut sitzen Techniker, die mit Laptops und diversen Messgeräten die Filmprojektion und den Sound einrichten. Während die Kinosäle – jeder in einem anderen, fantasievollen Design – schon bereit für die Gäste wirken, wird in den Foyers noch mit Hochdruck gewerkelt.

Neuer Weg nach oben: In den Filmpalast wurde eine Rolltreppe eingebaut, vom Foyer optisch abgetrennt durch einen halbtransparenten Holz-Raumteiler.

Auch dort hält neue Technik Einzug. Eine Rolltreppe erschließt nun das Obergeschoss, nahe dem neuen, langen Bedienungstresen kann man Kinosnacks an Bildschirm-Automaten ordern und bezahlen wie in Burger-Restaurants – das ist alternativ auch mit dem Smartphone möglich. Wie in einer Bankfiliale werden solche Automaten auch im Windfang des Kino-Eingangs vom Karlsplatz her stehen. Dieser Bereich ist künftig für den Ticketkauf rund um die Uhr zugänglich.

Zur Eröffnung am Donnerstag (15. Oktober) haben alle Neugierigen freien Eintritt, sofern sie sich vorher online ein Gratisticket gesichert haben. Das soll laut Kinoleiter Oliver de Boer auf der Website filmpalast.de möglich sein: „Wir zeigen ein breites Filmprogramm in allen Sälen.“ Da derzeit Abstandsregeln eingehalten werden müssen, können laut de Boer von insgesamt 1800 Plätzen im Haus jeweils rund 400 Freikarten für die Vorstellungen um 17 sowie um 20 Uhr vergeben werden. Je nachdem, wie Zuschauerrunden als Gemeinschaft kommen, bleiben jeweils zwei Plätze rechts und links von ihnen frei.

An den drei folgenden Tagen 16. bis 18. Oktober kann man das neue Kino zum reduzierten Preis von 8 Euro pro Film erkunden. Danach ist bis auf Weiteres ein paar Tage Kinopause: „Wegen der Corona-Bedingungen haben wir uns dazu entschlossen, vorläufig nur von Donnerstag bis Sonntag zu öffnen“, sagt Filmpalast-Geschäftsführerin Juliane de Boer.

Neue Kaskade-Bar kann man unabhängig vom Kino besuchen

Im neuen Filmpalast lädt die Kaskade-Bar zu klassischen Cocktails und anderen Drinks ein – und das ganz unabhängig vom Kinobesuch. Barchef Pierre-Maurice Krüger (zuvor unter anderem Palmenbad und Penta-Hotels) sowie der aus der Bar drei bekannte Walter Bruch wollen den geräumigen Lounge-Bereich als Treffpunkt der Kasseler Ausgehszene etablieren. „Jeder ist hier willkommen“, sagt Barmann Bruch.

Gastgeber an der Kaskade-Bar: Barchef Pierre-Maurice Krüger (links) und Walter Bruch.

In die Kaskade-Bar gelangt man direkt vom Kinozugang an der Weinbergseite, der ab der Eröffnung zugänglich sein wird. Auch vom Kinofoyer aus kann man den Filmabend zum Beispiel mit einem „Vesper-Martini“ beginnen oder ausklingen lassen, um die Vorfreude auf die schon mehrfach verschobene Premiere des neuen James-Bond-Abenteuers „Keine Zeit zu sterben“ zu steigern.

Zu späterer Stunde, wenn die Kinostarts durch sind, soll der Barbereich mit Raumteilern vom Kinobetrieb abgetrennt werden, erläutert Pierre Krüger. Jeden Tag hat die Kaskade-Bar ab 16 Uhr geöffnet. Bis einschließlich donnerstags ist sie bis 23.30 Uhr in Betrieb, freitags und samstags kann man bis 2 Uhr mit Blick auf den Weinberg Drinks genießen. An Sonntagen läuft der Barbetrieb von 10.30 bis 18.30 Uhr – dann serviert die Crew zum Kaffee auch Kuchen von der Patisserie Christian Bach. (von Axel Schwarz)

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