Staatsanwaltschaft ermittelt immer noch wegen Verdachts der Steuerhinterziehung

Finanzbeamter weiterhin im Visier

Kassel. Die Ermittlungen gegen einen mittlerweile 47-jährigen Finanzbeamten aus Kassel wegen des Verdachts der Bestechlichkeit sowie Steuerhinterziehung dauern auch noch nach über zwei Jahren an.

Nach Angaben von Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, sind die Ermittlungen sehr langwierig und umfangreich. Die Staatsanwaltschaft habe eine Vielzahl von Fällen zu prüfen und jeder davon müssen einzeln betrachtet werden.

Anonymer Hinweis

Der Finanzbeamte, dessen Machenschaften im August 2013 aufgeflogen waren, soll in mehreren Fällen Steuererklärungen manipuliert zu haben. Der Beschuldigte, der im Finanzamt Kassel I am Altmarkt gearbeitet hatte, wird verdächtigt, Steuererklärungen gefälscht zu haben (zum Beispiel durch den unberechtigten Ansatz steuermindernder Belastungen), um so für die jeweiligen Steuerpflichtigen die Steuerlast zu senken und eine ungerechtfertigte Erstattung zu erreichen. Hierfür soll er sich anschließend „entlohnt“ haben lassen, weshalb der Verdacht der Bestechlichkeit bestehe. Das Verfahren gegen den Mann war vor über zwei Jahren aufgrund eines anonymen Hinweises ins Rollen gekommen

Der Finanzbeamte war im Sommer 2013 zunächst wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft gekommen, kam aber kurze Zeit später wieder auf freien Fuß.

Etwa zehn Wohnungen mit Schwerpunkt im Stadtteil Nordshausen waren damals im August 2013 in dieser Angelegenheit durchsucht worden.

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