Mit Fingerspitzengefühl: Kommentar zur Foto-Gebühr

+

Wer im Schloss Wilhelmshöhe und anderen Liegenschaften der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) fotografieren will, muss dafür eine Gebühr entrichten. Gewerbliche Fotografen zahlen auch für Fotos, die sie im Außenbereich und in den Parks machen. Ein Kommentar von Christina Hein.

"Es ist ein zweischneidiges Schwert: Bergpark, Schloss Wilhelmsthal und Löwenburg sind Liegenschaften der Museumslandschaft Hessen Kassel. Die MHK pflegt sie, hält sie instand und investiert folgerichtig viel Geld in ihre Unterhaltung. Aber wer ist die MHK? Ein Privatunternehmen?

Die MHK ist das Land Hessen. Ihre Parks, Schlösser und Gärten sind öffentlich. Es sind die Bürger, die mit ihren Steuern für sie aufkommen.

Lesen Sie auch

Bergpark & Co.: Wer fotografieren will, muss zahlen

Dass die MHK als Verwaltung die Aufgabe hat, die Liegenschaften zu schützen und zum Wohle aller auch zu nutzen, ist selbstredend. Aber so zu tun, als seien die Orte ihr Besitz, ist einfach nicht richtig. Gebühren für die Nutzung von Schlössern und Parks zu erheben, ist akzeptabel, denn in der Psyche vieler Menschen ist leider das, was nichts kostet, auch nur wenig wert. Aber fünf Euro Fotogebühr zusätzlich zum Eintritt sind zu viel. Entgelte müssen mit Fingerspitzengefühl festgelegt werden, nicht nach dem Motto: Touristen und Fotografen können gemolken werden. Letztlich sind sie es, die den Ruf und den Ruhm unserer Schätze über Kassels Grenzen hinaus verbreiten."

Von Christina Hein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.