Firma HS Bau steht für Nachhaltigkeit und Qualität

„…einen an der Hand“

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Der Bauleiter beim Aufmaß nach einem Träger-Einbau: Wanddurchbrüche dürfen nur von Unternehmen aus dem Bauhauptgewerbe durchgeführt werden. 

Kassel. In Zeiten großer, bisweilen beunruhigender, Veränderungen in der Welt legen viele Menschen ihr Augenmerk auf das Heim und die Familie. Dieser Trend, auch Cocooning (von Kokon) genannt, ist derzeit überall zu beobachten. Auch das Thema Nachhaltigkeit hält immer mehr Einzug in unseren Alltag.

Umso erstaunlicher ist es, dass in dem Bereich Wohnen, in dem es am stärksten um Qualität und Nachhaltigkeit geht, noch immer die Geiz-ist-geil Mentalität der frühen 2000er Jahre vorherrscht.

„Es gab durchaus schon Kunden, die asbesthaltige Stoffe aus Kostengründen von fachfremden Firmen haben ausbauen lassen. Ihnen ist nicht klar, dass es sich um den krebserregenden Super-Baustoff des 20. Jahrhunderts handelt und mit dem unqualifizierten Ausbau ein extremes gesundheitliches Risiko für ihre Familien und die Arbeiter einhergeht.“

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Die Geschäftsführerinnen Gudrun Wieder und Heidrun Scharf-Sasse von HS Bau in der Firnskuppenstraße 21 können bei solchem Leichtsinn nur den Kopf schütteln. „Wir sind für den Ausbau von Asbest zertifiziert. Derzeit haben wir den sogenannten kleinen Asbestschein und können damit schon viele belastete Baustoffe wie beispielsweise Fensterbänke ausbauen. Ab Herbst 2019 allerdings werden wir die Möglichkeit haben, auch die schwach gebundenen, und damit flüchtigeren Asbeste, wie sie in alten Isolierungen um Heizungsrohre und in den 60er und 70er Jahren so beliebten Flexfußplatten vorkommen, auszubauen.“

Allerdings legen Kunden unverständlicherweise gerade in dem Bereich Heim und Haus oft mehr Wert auf „billige“ als auf qualitativ hochwertige Arbeit.

Der Klassiker ist der Ausspruch, dass „irgendjemand jemanden an der Hand hat“, der das alles kann, und zwar schwarz und mindestens für die Hälfte des regulären Preises. Diese Schwarzarbeiter werden oft durch ganze Bekanntenkreise gereicht, Arbeit gegen bar, ohne Gewährleistung.

Oft machen sich die Kunden nicht bewusst, woher der Preisunterschied kommt. „Wenn wir Arbeiten ausführen, haben die Kunden ein gesetzlich geregeltes Recht auf Gewährleistung. Ein Schwarzarbeiter wird diesen Anspruch wohl kaum gelten lassen.“ Da sind sich die Schwestern einig. „Unsere Leute haben eine mehrjährige Ausbildung hinter sich und werden regelmäßig weitergebildet. Gerade Asbest ist da ein schönes Beispiel.“

Es ist erstaunlich, wie bedenkenlos manche Haus- und Wohnungsbesitzer Arbeiten von Laien oder den Leuten, die „andere an der Hand“ haben, ausführen lassen, die einen Eingriff in die Statik des Hauses bedeuten. Wanddurchbrüche sind ein solches Beispiel. Viele sehen nur das Loch in der Wand, nicht die Last, die von oben auf die neue Öffnung drückt.

„Es muss ja nicht gleich alles zusammenbrechen. Was allerdings häufig bei solchen Arbeiten „frei Schnauze“ folgt, sind Risse, die von falsch abgefangenen Lasten und einem ungezügelten Spardrang zeugen.“

Natürlich sind solche Baufehler zu beheben, doch der Kunde zahlt zweimal. Einmal an den „Arbeiter an der Hand“ und einmal an die Fachfirma, die das Dilemma richtet.

Wirklich nachhaltig, wirtschaftlich und schonender für die Nerven wäre es, gleich eine Fachfirma zu beauftragen.

„Und wir reden nicht nur von unserem Gewerk, Umbau und Sanierung, sondern wir brechen hier eine Lanze auch für andere Handwerker, die Geld in den Nachwuchs stecken, Steuern in der Region bezahlen und schon allein der Regionalität wegen unschlagbar sind, was Service und Nachhaltigkeit betrifft.“  nh

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