Landefeld begrünt Hochregale

Firma Landefeld aus Kassel begrünt Wände von Industriehallen

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Blumenpflege in luftiger Höhe: Landefeld-Mitarbeiter Jens Friedrich prüft, ob alles in Ordnung ist mit den lebenden Wänden.  

Kassel. Der Hydraulik- und Pneumatikspezialist Landefeld aus Kassel hat sich für seine Hallengestaltung etwa besonders einfallen lassen:  begrünte Wände

Der europaweit führende Händler für Hydraulik-, Druckluft- und Industriebedarf, die Kasseler Landefeld GmbH, wächst und gedeiht. Nicht nur im übertragenen, sondern auch im wahrsten Wortsinn. 

Denn das Familienunternehmen, das sein gesamtes Sortiment bereits 2001 ins Internet gestellt hat und als Online-Pionier der bis dahin verstaubten Branche gilt, weist nicht nur seit Jahren steigende Umsatz- und Ertragszahlen aus, sondern lässt es seit Kurzem auch in seinen modernen Lager- und Kommissionierungshallen sprießen und blühen.

Auf 150 Quadratmetern Fläche an einer Hallenwand und an den Stirnseiten von sieben Hochregalen ranken tropische und subtropische Pflanzen in Richtung Dach. Die vertikale Wandbegrünung, die Mitgeschäftsführer Lars Landefeld in sehr viel kleinerer Form erstmals als Blickfang in einem Einkaufszentrum in den USA gesehen hat, sieht nicht nur klasse aus, sondern kühlt die Räume, bindet Staub, schluckt Geräusche und schafft so ein besseres Raumklima für die Mitarbeiter.

Landefeld hat das Lager und seine Hochregale begrünt. Das Bild zeigt Christina Braun von Landefeld Druckluft und Hydraulik GmbH.

„Mit unserer Living Wall (lebenden Wand) bringen wir ein Stück ursprüngliche Natur in den Arbeitsalltag. Sie sorgt für wachsende Begeisterung bei unseren Mitarbeitern“, erfreut sich auch Landefeld an dem Anblick grüner Oasen inmitten grauer Betonwände. Er will, dass es seinen 160 Mitarbeitern – vor drei Jahren waren es erst 130 – gut geht. Denn nur zufriedene Mitarbeiter rufen die ganze Leistung ab.

1979 haben Landefelds Eltern Elfie und Hubert das Unternehmen in Staufenberg-Nienhagen gegründet. Vor 20 Jahren haben Lars und dessen älterer Bruder Marc die Verantwortung übernommen und den Betrieb zu seiner heutigen Größe geführt. 2016 – aktuellere Zahlen liegen derzeit nicht vor – setzten die Landefelds 116 Millionen Euro um. Zum Ertrag macht die Familie keine Angaben. Es ist aber ein offenes Geheimnis in der Branche, dass er exzellent ist.

Das Erfolgsrezept: die konsequente Ausrichtung auf den Online-Handel. Zwar gibt es einen gedruckten Katalog, in dem auf 1051 Seiten alle Artikel von der simplen Dichtung über Ventile, Schläuche und Werkzeug bis zur garagengroßen Kompressoranlage aufgelistet sind, aber das Gros verkauft Landefeld übers Internet. Der zweite Erfolgsgrund: die ausgeklügelte Logistik. 

Mehr als 3000 Bestellungen bringt der Spezialist täglich auf die Reise ins Bundesgebiet und ins europäische Ausland. Wer werktags bis 21 Uhr bestellt, bekommt die Ware im Inland am nächsten Tag, im Ausland am Tag darauf. Und sogar sonntags kann bis 15 Uhr geordert werden. 

Bis Montagmittag ist die Ware am Ziel. 300 000 Artikel hat Landefeld im Lager, und einen Großteil davon können sich die Kunden in aufwendiger 3-D-Darstellung im Internet anschauen, um Falschbestellungen zu vermeiden.

Längst ist es auf den 27 000 Quadratmetern Lagerfläche zu eng geworden, weshalb im kommenden Jahr eine Erweiterung geplant ist. Wie umfangreich, verrät Landefeld noch nicht. Aber am 2005 bezogenen Standort an der Konrad-Zuse-Straße im Industriepark Waldau ist ja noch genügend Platz.

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