Hacker aus Fernost spähten offenbar Daten aus

Firma überweist 110.000 Euro auf falsches Konto

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Kassel. Durch gefälschte Emails ist es Betrügern gelungen, einer im Kasseler Raum ansässigen Firma mit  Überweisungen auf ein falsches Konto in China umgerechnet rund 110.000 Euro abzuknöpfen.

Nun flog der Betrug auf und die Firma erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Experten des ZK 50 ermitteln wegen Betruges, Ausspähen von Daten und Datenveränderung.

Das Unternehmen unterhält seit mehreren Jahren Geschäftsbeziehungen zu einer Firma in China. Ende vergangenen Jahres muss es den Betrügern gelungen sein, entweder die Zugangsdaten des chinesischen Geschäftspartners auszuspähen und zu knacken oder aber eine gefälschte E-Mailadresse einzurichten, bei der möglicherweise sogar der Emailkopf verändert wurde. So konnten die Emails - für die Geschädigten nicht erkennbar - an die Täter weitergeleitet werden. Mit gefälschten Mails teilten die Betrüger dann eine angeblich neue Bankverbindung mit, auf die zukünftig die Überweisungen laufen sollten.

So gelang es ihnen, mit drei Überweisungen insgesamt rund 150.000 US-Dollar zu kassieren. Erst als sich der chinesische Partnerbetrieb wegen der ausbleibenden Zahlungen bei dem nordhessischen Unternehmen meldete und untereinander sicherheitshalber per Fax und Telefon kommuniziert wurde, flog der Computerbetrug auf. Die Ermittlungen dauern an. (tat)

Fotos: Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker

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