Stadt Kassel startet Projekt für Flüchtlinge

"Fit für die Ausbildung" gibt Flüchtlingen Starthilfe in den Beruf

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Künftige Azubis und ihre Förderer: Unser Foto wurde in der Malerwerkstatt von Jafka aufgenommen und zeigt die zehn Flüchtlinge unter anderem mit Jafka-Geschäftsführer Jürgen Hartrumpf (oben links), Dörte Ahrens vom Sozialministerium, Gerti Raible, Günter Woike und Ute Metzler von Stadt-Bild, OB Bertram Hilgen, sowie Koordinatorin Anne Koch-Mauer (rechts).

Kassel. „Fit für die Ausbildung“ heißt ein Projekt, mit dem jetzt zehn Flüchtlinge im Alter zwischen 18 und 25 Jahren in eine betriebliche Ausbildung integriert werden sollen.

Lutfallah, Sanjeev, Basit, Mubarak und die sechs weiteren Flüchtlinge stammen aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und Indien. Innerhalb von zehn Monaten werden die jungen Flüchtlinge so qualifiziert, dass sie eine Berufsausbildung in der Verwaltung, in der Wirtschaft oder im Handwerk beginnen können.

Das Ausbildungsprojekt geht auf eine Initiative von Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen zusammen mit dem Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zurück.

„Integration gelingt vor allem über die Integration in den Arbeitmarkt“, sagte OB Hilgen zum offiziellen Start des Projekts in den Räumen der Jafka gGmbH an der Hegelsbergstraße. Das Ausbildungsprojekt hat im November begonnen und dauert zehn Monate. Die Gesamtkosten betragen 156 000 Euro und werden je zur Hälfte von der Stadt Kassel und vom Hessischen Sozialministerium getragen.

Es handelt sich um betriebsnahe Qualifizierungen, kombiniert mit Sprachkursen. Träger ist die stadteigene Tochtergesellschaft von Jafka, die Stadt-Bild gGmbH. Eingebunden ist das vom städtischen Personal- und Organisationsamt koordinierte Projekt in das Programm „Stadtnetz-Ausbildung“. Zum Stadtnetz Ausbildung gehören die Stadt Kassel, Jafka, die KVV, Kassel-Marketing, GWG, die Stadtreiniger sowie die Gesundheit Nordhessen Holding AG.

Eine Besonderheit: Nicht nur die angehenden Azubis werden geschult, auch den Ausbildern wird „Werkzeug“ im Umgang mit jungen Flüchtlingen an die Hand gegeben. Das Fortbildungsangebot beinhaltet ein Seminar, in dem Themen wie „Krieg und Trauma“, „Verständliche Sprache“ „Kollegiale Fallberatung“ und mehr behandelt werden.

In den ersten Monaten werden die jungen Männer in den Werkstätten der Stadt-Bild gGmbH betreut. Sie sammeln erste praktische Erfahrungen und können ihre Deutschkenntnisse in der Alltags- und Berufssprache erweitern. Ab März werden sie dann drei Tage in der Woche ein Praktikum in einem Kooperationsbetrieb des Stadtnetzes Ausbildung absolvieren. An zwei weiteren Tagen finden berufsbezogener Deutschunterricht, fachtheoretischer Unterricht, Förderunterricht in Mathe und Deutsch aber auch Kurse zum Thema Bewerbungstraining, Sprache und Kultur oder persönlichkeitsbildende Seminare statt. Am Ende soll für die Teilnehmer eine sich anschließende duale Berufsausbildung stehen.

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