Betriebliche Gesundheitsfürsorge

Kasseler Unternehmen bietet Fitnesskurse aus der Greenbox an

Bei der Aufnahme: Die Fitness-Trainer Christian Tripp und Julia Mrowiec haben im vergangenen Jahr technisch einiges dazu lernen müssen. Für die Nutzer zuhause sieht es so aus, als trainiere Tripp in einem Büro.
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Bei der Aufnahme: Die Fitness-Trainer Christian Tripp und Julia Mrowiec haben im vergangenen Jahr technisch einiges dazu lernen müssen. Für die Nutzer zuhause sieht es so aus, als trainiere Tripp in einem Büro.

Die Kasseler Gesundheits-Berater von BeFit@Work bieten ihre Kurse und Seminare wegen Corona jetzt auch via Live-Stream an, der in einem professionellen Studio produziert wird.

Kassel - Das Thema Gesundheitsfürsorge ist mit all seinen Facetten längst in kleineren wie größeren Unternehmen angekommen. Doch wie so vieles wurden auch Fitnesskurse in Betrieben durch Corona ausgebremst. Diese Not haben sie sich bei BeFit@Work zur Tugend gemacht.

„Schon vor der Pandemie hatten wir gemeinsam mit unseren Kunden das Problem, nicht alle Mitarbeiter des Unternehmens mit Gesundheitsangeboten erreichen zu können“, sagt Geschäftsführer Dennis Hublitz zu der Zeit, als sein Unternehmen noch rein analog unterwegs war. BeFit@Work bietet von Fitnesskursen für Unternehmen über die Ergonomieberatung auch Seminare zu Themen wie Stress, Ernährung und Gesundheitsprävention an. „Entweder war es nicht immer möglich, einen für alle passenden Termin anzubieten, oder aber die Beschäftigten sitzen an verschiedenen Standorten.“ Oft seien auch keine geeigneten Räumlichkeiten in den Betrieben vorhanden. Die neuen digitalen Angebote lösten somit mehrere Probleme auf einmal – und sollen auch nach Corona ein Standbein des Unternehmens bleiben.

Schon im April vergangenen Jahres wurden die ersten Trainingseinheiten aufgezeichnet und den Kunden bereitgestellt. Im Sommer kamen dann die ersten Live-Webinare, also virtuell abgehaltene Seminare hinzu. Mittlerweile können die Beschäftigten über eine App auf das gesamte Angebot zugreifen. Es gibt tägliche Live-Kurse oder „aktive Pausen“ in der Zeit von 10 bis 20 Uhr – insgesamt 30 Kurse pro Woche. Auch Sprechstunden mit Physiotherapeuten zu berufsbezogenen Erkrankungen gehören zum Programm. Alle Videos können aber auch später noch abgerufen werden. Das Ganze funktioniert auf allen Endgeräten: Mobil auf dem Smartphone oder zuhause am Computer und TV. „Die Nutzer können jederzeit und überall trainieren“, stellt Hublitz den Mehrwert heraus. Und: „Wir erreichen jetzt auch diejenigen, die vorher nicht an den Kursen mitgemacht haben. Denn mit Kollegen Sport machen, das kann ein Hemmnis sein. Die eigenen vier Wände bieten Sicherheit und Wohlfühlatmosphäre“, sagt Hublitz, der selbst lizenzierter Trainer ist – genauso wie sein Partner Sascha Seifert, der als geschäftsführender Gesellschafter fungiert.

Trainer und Geschäftsführer: Dennis Hublitz.

Fürs digitale Training hat BeFit@Work ordentlich investiert: Rund 100 000 Euro flossen in die Technik für ein komplettes Aufnahmestudio mit Greenscreen-Technologie und mehreren Kameras. Im Stream sieht es für die Nutzer so aus, als sitze der Trainer selbst in einem Büro (siehe großes Foto oben). Insgesamt besteht das Team aus bis zu 40 professionellen Trainern, pro Kurs nehmen in der Regel 20 bis 50 Nutzer teil. Am meisten los ist in den Kursen zur Feierabendzeit, berichtet Hublitz.

Um einem realen Kurs so nahe wie möglich zu kommen, sind die Streams interaktiv: Die Trainer können die Teilnehmer sehen und mit ihnen kommunizieren – natürlich nur, wenn das gewollt ist. „Das macht das Training noch besser, weil der Trainer so korrigieren und motivieren kann. Das ist auch das entscheidende Plus im Vergleich zu anderen Online-Fitnessstudios“, sagt Hublitz.

Preislich kann BeFit@Work mit Fitnessstudios – ob real oder digital – locker mithalten: Registrierte Unternehmen zahlen eine jährliche Servicegebühr von 300 Euro, pro Mitarbeiter werden monatlich nochmals 8,95 Euro fällig. Dafür gibt es dann das komplette Angebot.

Von Gregory Dauber

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