Zu Besuch bei der mongolsichen Puje-Troupe im Zirkus Flic-Flac

Flic-Flac-Artisten-Portrait: Fleisch essen gibt Kraft

+
Tolles Team: Puje (im Bild vorne) und seine Truppe aus der Mongolei bereiten sich auf ihren Auftritt vor. Hinter den Kulissen wird sich geschminkt. Im Flic-Flac-Zelt zeigen sie anschließend ihre atemberaubende Artistik.

Kassel. Sie haben eine Menge Superlative im Angebot: Nicht nur, dass sie mit acht Männern und drei Frauen die größte Truppe sind, die zurzeit im aktuellen Festival der besten Artisten im Flic-Flac-Zelt auftreten.

Sie haben mit ihren Kraftprotzen, die mit einem halben Dutzend Kollegen auf den Schultern Seil springen, auch die meiste Muskelmasse aller Artisten in Kassel aufzuweisen. Und sie haben die längste Anfahrt gehabt. Die Puje-Troupe, die in der Flic-Flac-Show mit Sprüngen, Handvoltigen und Seilsprüngen ihr Publikum in Atem hält, kommt aus der Mongolei.

Die Mongolei, das Land im fernen Osten ist bekannt für seine in Zirkusschulen ausgebildeten Artisten, für grazile Schlangenmenschen und präzise Akrobaten. Der Kopf der Puje-Truppe, der 40-jährige Purevjaraz Tsesenlagva, genannt Puje, ist immer auf der Suche nach neuen Talenten und sucht sich seine jungen Kollegen aus diesen Schulen zusammen.

Wie eine Familie seien sie, erzählt Puje, der als einziger in der Truppe etwas Englisch spricht. Zu dem Zusammenhalt gehöre, dass alle gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen. Und natürlich wird – in einem eigens vom Zirkus zur Verfügung gestellten Container – selbst gekocht. Vor allem Fleisch, sagt Puje und grinst. Sein Oberkörper ist mit Muskeln bepackt und das Haar hat er zum Pferdeschwänzchen gebunden. An Weihnachten habe er gekocht, das mongolische Nationalgericht „Buuz“, einen Fleisch-Gemüse-Eintopf.

Auch Silvester in Kassel wollen die Artisten nach ihrem Auftritt mit einem Essen feiern, sagt Puje. Und natürlich gibt es ein Feuerwerk.

Wenn Flic-Flac in zwei Wochen seine Zelte in Kassel abbaut, dann fliegt auch Puje wieder nach Hause, in die mongolische Hauptstadt Ulan Bator. Dort erwarten ihn seine Frau und die drei Kinder. Und Neujahr wird noch einmal nachgefeiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.