Temporäres Restaurant

Fliegende Köche gestalten Kasseler Lutherturm zum Edel-Steakhaus um

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Klassiker ist wieder im Kommen: Roh angemachtes Rinder-Tatar gab es im Lutherturm bei (von links) Chris Karstädt (Service-Bund) und den Kochprofis Ludwig Maurer und Christoph Brand.

Kassel. An fünf Abenden im April 2018 wird der Lutherturm in Kassel als temporäres Restaurant der Fliegenden Köche zum Steakhaus umgewandelt. Dann gibt es unter anderem Edelfleisch aus Übersee.

Tatar – „das ist mega oldschool“, urteilte der bayerische Rinderzüchter, Koch und Fleischexperte Ludwig „Lucki“ Maurer bei einer Küchenparty im Lutherturm, der in Regie von Christoph Brands „Fliegenden Köchen“ für einige Tage zum Edel-Steakhaus umgestaltet wird.

Maurers Urteil über Beefsteak Tatar, den von Meisterkoch Auguste Escoffier 1921 kreierten Klassiker aus feinstem angemachten rohen Schabefleisch, war eher anerkennend gemeint. Nach langem Dornröschenschlaf gilt es neuerdings wieder als hip, Tatar auf der Speisekarte zu haben.

Klassisch angemacht mit Kapern, Sardellenfilets, Senf, Eigelb, Worcestersoße und einem Schuss Brandy war Lucki Maurers Tatar aus der Rinderhüfte ein selten gewordener Genuss für die Gäste des Abends, der sich vor allem an ein gastronomisches Fachpublikum richtete. Andere Köstlichkeiten aus Edelteilen von Rind und Lamm schickten die Fliegenden Köche aus der Lutherturm-Küche.

Hinter der Aktion steht der Service-Bund, ein bundesweites Lieferantennetzwerk für die Gastronomie, mit seiner Steak-Eigenmarke Rodeo. Die soll laut dem Markenverantwortlichen Chris Karstädt nicht nur den Gasto-Profis, sondern auch einem breiten Publikum nähergebracht werden.

An fünf Abenden wird dafür der Lutherturm zum À-la-carte-Steakrestaurant: Von Donnerstag bis Samstag, 12. bis 14. April, sowie am Freitag, 20. und Samstag, 21. April, dreht sich im Lutherturm alles um Entrecôte und Roastbeef, Scotch Filet, Picanha, Lomo de Cuadril und weitere Fleischzuschnitte aus den klassischen Weideländern USA, Irland, Uruguay und Argentinien, wo die Lieferanten der Steakmarke sitzen.

Ist das sinnvoll in Zeiten, wo jeder Wirt das Wort „regional“ auf der Speisekarte unterbringt? „Unter Nachhaltigkeit versteht eben jeder etwas anderes“, sagt Rodeo-Mann Karstädt. Die Übersee-Rinder kämen von jeweils nur einer Vertragsfarm pro Land, würden reine Weidefütterung und extensiven Auslauf genießen. Und dem Fleisch komme der mehrwöchige Schiffstransport sehr zugute: „Es kommt perfekt gereift hier an.“

Reservierung:  www.fliegende-koeche.de

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