„That’s my Market“ - Mischung aus Facebook und Ebay

Flohmarkt im Internet: Schüler erstellten kostenfreie Plattform

Virtueller Flohmarkt: Patrick Häde, Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule, hat die Internetplattform „That’s my Market“ zusammen mit Mitschülern erstellt. Foto: Konrad

Kassel. Was schulintern mit einem virtuellen Marktplatz für Abi-Bücher begann, hat sich mittlerweile zu einem Internet-Flohmarkt für ganz Nordhessen entwickelt. „Im ersten Vierteljahr hatten wir fast 10.000 Mitglieder“, sagt Patrick Häde (18).

Zusammen mit Christian Köhler (18) hat er die Internetplattform „That’s my Market“ im Juli 2012 gegründet.

Die Idee hatten die Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule, als viele Abiturienten ihre Bücher verkaufen wollten. Auf dem sozialen Netzwerk Facebook richteten sie eine Marktplattform ein, auf der Schüler kostenfrei ihre Bücher zum Verkauf anbieten konnten.

Zusammen mit ihren Mitschülern Moritz Ewert, Marcel Kliem und Hannah Dondalski haben sie jetzt eine eigene Homepage erstellt, eine Art virtueller Flohmarkt, auf dem jeder kostenfrei Produkte zum Verkauf anbieten kann.

„Wichtig ist uns, dass Menschen die Möglichkeit haben, Produkte Interessenten in der Umgebung anzubieten“, sagt Häde. Durch kurze Wege sollen die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Die Nutzer können die Produkte praktisch um die Ecke selbst abholen. Außerdem soll so der persönliche Kontakt gefördert werden.

Und so funktioniert es: Um zu sehen, was in der Nähe angeboten wird, können die Nutzer nach der Registrierung beispielsweise nach Produktgruppen suchen, nach Städten, Schulen und Universitäten. In der Rubrik „My Friends’ Market“ kann man außerdem sehen, was Freunde inseriert haben.

Derzeit kommen die Nutzer laut Häde hauptsächlich aus Kassel und aus der Region. Er beschreibt die Plattform als eine Mischung aus Ebay und Facebook. Die Nutzer können beliebig viele Artikel kostenfrei mit jeweils bis zu drei Fotos einstellen. Es gibt Nachrichten- und Kommentarfunktionen, über die die Nutzer unter anderem in Kontakt treten können.

Warum investieren die Schüler einen Großteil ihrer Freizeit, auch während der Abiturprüfungen, um eine kostenfreie Internetplattform zu erstellen und zu pflegen? „Wir hatten von Beginn an sehr viel positive Resonanz, das hat uns motiviert“, sagt Häde. Außerdem habe ihn die Projektarbeit schon immer begeistert, und man könne durch das Projekt wertvolle Erfahrungen möglicherweise für das spätere Berufsleben sammeln. Der Abiturient strebt ein Studium an, wahrscheinlich in Betriebswirtschaft.

Ziel der Lichtenberg-Schüler ist der Ausbau der Plattform. „Wir sind sehr stolz, dass wir das so weit hinbekommen haben“, sagt Häde. (mkx)

www.thatsmymarket.de

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