Ein Überziehungskredit wird aber nicht eingeräumt

Flüchtlinge dürfen in Kassel in Zukunft Girokonten eröffnen

Kassel. Flüchtlinge in Stadt und Kreis Kassel sollen noch in diesem Jahr ein Girokonto eröffnen können. Die Stadt arbeitet dabei mit der Kasseler Sparkasse zusammen.

Auf die Konten solle das bisher bar ausbezahlte Taschengeld überwiesen werden. Nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz erhalten Flüchtlinge in den ersten drei Monaten in Deutschland 143 Euro pro Monat.

Auch andere Banken wie die Kasseler Bank und die Raiffeisen Bank Baunatal wollen solche Konten einrichten. Die Eröffnung dieser Konten ist für Flüchtlinge freiwillig. Nach Angaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dürfen Flüchtlinge nun auch dann ein Basiskonto eröffnen, wenn sie kein Dokument vorlegen können, das der Pass- und Ausweispflicht in Deutschland genügt. Es reichen Dokumente einer deutschen Ausländerbehörde aus, die Identitätsangaben (Name, Geburtsort, Staatsangehörigkeit) enthalten und mit Lichtbild versehen sind.

Bei dem Basiskonto handelt es sich um ein Guthabenkonto ohne Überziehungskredit und Schufa-Abfrage. Die Übergangsregelung gelte – in Absprache mit dem Bundesfinanzministerium – für alle Banken und Sparkassen, bis die neue Identitätsprüf-Verordnung für Flüchtlinge in Kraft tritt. Dies soll 2016 der Fall sein.

In Göttingen können Flüchtlinge seit Mitte August ein Girokonto bekommen. Demnächst sollen über dieses Angebot die in Kassel untergebrachten Zweitaufnahme-Flüchtlinge informiert werden. In der Stadt übernehme das die Caritas, die die Unterkünfte betreue, sagte Christian Geselle.

Michael Krath, Sprecher der Kasseler Sparkasse, bestätigte die Absicht, Flüchtlinge mit Girokonten auszustatten. „Wir setzen die Entscheidung der BaFin um.“

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